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Hamburg: Gewalt an Nenas Privatschule

Hamburg : Gewalt an Nenas Privatschule

Hamburg (RPO). Vor einem halben Jahr hat die von Sängerin Nena und drei weiteren Mitstreitern gegründete Privatschule "Neue Schule Hamburg" ihre Pforten geöffnet, schon jetzt gibt es massive Probleme. Wegen organisatorischem Chaos und Gewalt sollen acht Eltern ihre Kinder von der Schule genommen haben.

Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Stern" am Mittwoch. Weitere Eltern überlegten, ihre Söhne und Töchter abzumelden. Mehrere Eltern und Kinder erheben dem Bericht zufolge schwere Vorwürfe gegen die Ganztagsschule.

Ein zehn Jahre alter Ex-Schüler wird mit den Worten zitiert: "Die großen Jungs haben mich getreten, an den Kopf und ins Gesicht. Einmal hat sich ein Großer auf meine Brust gesetzt, bis ich keine Luft mehr bekam." Eine Mutter betonte, "die Kleinen wurden von den Großen gemobbt, die Lehrer sind nicht eingeschritten".

Laut Schulleitung werde Gewalt in keiner Weise toleriert. Allerdings habe ein Schüler eine Gehirnerschütterung erlitten und musste ambulant behandelt werden. Hamburgs zuständige Schulaufseherin Eva Neumann-Roedenbeck sagte dem "Stern": "Eltern haben uns über die Probleme informiert, wir geben das an die Schule weiter."

Ein Schulversuch könne zwar erst nach einiger Zeit beurteilt werden, doch "Eltern, die ihr Kind dorthin geben, tragen viel Verantwortung." Nena, von deren vier Kindern drei die Schule besuchen, wollte sich dem Bericht zufolge nicht äußern.

(afp)