Germanwings - Famlien kritisieren Verzögerungen

Übersetzungsfehler : Familien von Germanwings-Opfern kritisieren Verzögerungen

Die Beerdigung des geliebten Verwandten ist ein wesentlicher Baustein der Trauerbewältigung. Die Hinterbliebenen des Germanwings-Absturzes werden aber wohl noch einige Zeit warten müssen, bis sie endlich in angemessener Form Abschied nehmen können. Nun kritisieren die Familien der Opfer die Freigabepraxis der französischen Behörden.

Die verzögerte Überführung von Germanwings- Absturzopfern nach Deutschland verärgert Hinterbliebene. "In Haltern am See bleiben die Eltern ratlos und traurig zurück", heißt in einer Pressemitteilung von Angehörigen, die ein Anwalt verbreitete. Mehrere Familien aus Haltern beklagen in dem Schreiben Zorn und Verzweiflung, weil sie nicht wüssten, wann sie ihre Angehörigen beisetzen könnten.

"Am 12. Juni sind die ersten Beisetzungen der bei der Germanwings-Katastrophe getöteten Schülerinnen und Schüler in Haltern am See geplant. Sechzehn Beisetzungen in rascher Folge, die nach Freigabe der Überreste durch die französischen Behörden und nach Zusage des Rücktransporttermins durch die Lufthansa vorbereitet wurden. Am 3. Juni ist seit 12 Uhr plötzlich alles anders", heißt es in dem Schreiben, über das am Freitag zunächst die "Bild"-Zeitung berichtete und das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Weiter schreiben die Angehörigen: ""Die Rückführung der sterblichen Überreste musste aufgrund neuer behördlicher Vorgaben vorübergehend unterbrochen werden", schreibt Lufthansa lapidar den entsetzten Eltern. Trauerbriefe werden von der Post zurückgeholt, Verwandte versuchen, Flüge und Hotelzimmer zu stornieren. Was ist passiert?"

Am Mittwoch war auch öffentlich bekannt geworden, dass sich die Überführung der sterblichen Überreste von Opfern verzögert - laut einem Zeitungsbericht aufgrund behördlicher Fehler in den Sterbeunterlagen. Die genauen Hintergründe sind unklar. Germanwings betonte am Freitag erneut, das Problem schnellstmöglich lösen zu wollen. "Da hängt viel Organisation dran", sagte Sprecher Joachim Schöttes.

(dpa)
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