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Neue Strecke nördlich von Magdeburg: Gericht stoppt Weiterbau der A14

Neue Strecke nördlich von Magdeburg : Gericht stoppt Weiterbau der A14

Schlappe für die Verkehrsplaner in Sachsen-Anhalt: Das Bundesverwaltungsgericht hat den Weiterbau der A14 vorerst gestoppt und Planungsfehler als Grund genannt. Es gibt aber einen Ausweg.

Das Bundesverwaltungsgericht hat den Weiterbau der Autobahn 14 nördlich von Magdeburg vorläufig untersagt. Das Leipziger Gericht erklärte am Mittwoch die für den Abschnitt zwischen Colbitz und Dolle in Sachsen-Anhalt zugrundeliegenden Planungen für rechtswidrig und nicht vollziehbar. Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat jedoch die Möglichkeit, in einem ergänzenden Verfahren die von den Richtern festgestellten Mängel zu beseitigen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte gegen den Bau des Abschnitts geklagt.

Die Leipziger Richter stellten fest, dass nach einer Änderung der ursprünglichen Planungen eine erneute Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig gewesen wäre. Zudem hätte für den neu geplanten Abschnitt zwischen Colbitz und Dolle eine erneute Anhörung erfolgen müssen. Die Planer hätten es auch versäumt, Kompensationsmaßnahmen für die mit dem Bau verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft neu festzusetzen.

Die Mängel reichten aus, um den Planfeststellungsbeschluss zu kippen. Mit den meisten der Einwände, die den Natur- und Artenschutz betreffen, drangen die Kläger jedoch nicht durch.

Die 155 Kilometer lange Trasse von Magdeburg bis Schwerin soll im Jahr 2020 befahrbar sein. Für das Gesamtvorhaben sind rund 1,25 Milliarden Euro veranschlagt.

(dpa)