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Sankt Augustin: Geisterfahrer verursacht Unfall - zwei Tote

Sankt Augustin : Geisterfahrer verursacht Unfall - zwei Tote

Sankt Augustin (RPO). Ein Geisterfahrer hat am Sonntag einen schweren Unfall mit zwei Toten verursacht: Ein 71-Jähriger fuhr in verkehrter Richtung auf die Autobahn 560 auf und kollidierte nahe Sankt Augustin mit dem Auto eines 45-Jährigen. Beide Fahrer kamen ums Leben.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, war der 71-jährige Mann aus Sankt Augustin-Niederpleiß mit seinem Pkw in verkehrter Richtung auf der Autobahn unterwegs gewesen und auf der Überholspur frontal mit dem entgegenkommenden Wagen eines 45-jähriger Bonners zusammengestoßen. Dabei geriet ein Fahrzeug in Flammen. Beide Fahrer erlitten tödliche Verletzungen.

Die Polizei korrigierte damit ihre Angaben zum Alter der beiden Opfer. Laut der Behörde befanden sich beide Männer allein in ihren Fahrzeugen. Über welche Anschlussstelle der 71-Jährige auf die A 560 aufgefahren war, ist bislang noch unklar. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können.

Wegen des Unfalls musste die Autobahn in Richtung Hennef für mehr als drei Stunden gesperrt werden. Der Verkehr wurde umgeleitet, zu Störungen kam es den Angaben zufolge nicht.

Es blieb nicht der einzige folgenschwere Unfall an diesem Wochenende.

Eine Massenkarambolage nach Blitzeis forderte am Sonntag auf der Autobahn 71 bei Bad Kissingen ein weiteres Todesopfer. Rund 40 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. An dem Unfall waren 27 Fahrzeuge beteiligt. Eisregen verursachte gegen Mittag schwere Unfälle in mehreren Bundesländern. Von Dienstag an solle es wieder wärmer werden, sagten Meteorologen voraus.

Der Massenunfall ereignete sich kurz nach 13.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Maßbach und Bad Kissingen. Dort waren die Fahrbahnen nach Eisregen teilweise plötzlich spiegelglatt. In Richtung Schweinfurt fuhren in der Folge 22 Fahrzeuge ineinander, die Unfallstrecke zog sich über etwa 300 Meter hin. Auf der Gegenfahrbahn kamen ebenfalls fünf Autos ins Schleudern. Die A71 wurde in beiden Richtungen gesperrt.

Bei dem Toten handelte es sich um einen 45-jährigen Pkw-Fahrer aus Sachsen-Anhalt. In den übrigen an dem Unfall beteiligten Fahrzeugen gab es acht Schwerverletzte. Von den insgesamt 40 Verletzten wurden 20 in Krankenhäuser eingeliefert. Ein Großaufgebot von Rettungskräften, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk kümmerte sich um die Opfer. Im Einsatz waren auch drei Rettungshubschrauber. An der Unfallstelle wurden außerdem zwei Zelte zur Versorgung von Unfallopfern errichtet.

Glatte Straßen in Südhessen

Zu mehreren Verkehrsunfällen wegen glatter Straßen kam es auch in Südhessen. Auf den Autobahnen A5 und A67 rund um das Darmstädter Kreuz gab es 25 Unfälle, nachdem zunächst Eisregen und später Schnee- und Hagelschauer über das Gebiet zogen. Zwei Personen erlitten Verletzungen, ansonsten bleib es bei Sachschäden.

Im niedersächsischen Alfeld wurden zwei Menschen schwer verletzt, deren Auto auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geriet, sich überschlug und im Straßengraben liegenblieb. Die 66-jährige Beifahrerin musste mit Hilfe einer Rettungsschere aus dem Auto geholt werden.

Vor Straßenglätte auch in den kommenden Tagen warnten die Wetterforscher. Von Dienstag an soll es zwar wieder etwas wärmer werden, aber es bleibt feucht. Wie der Deutsche Wetterdienst vorhersagte, erreicht die derzeitige Kaltluftfront am Montag ihren Gipfel. Von da an steigen die Temperaturen wieder, nachts wird allerdings mancherorts mit Frost gerechnet. Das regnerische Wetter soll bis Ende der Woche anhalten; erst ab Freitag wird Besserung erwartet.

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(afp)