1. Panorama
  2. Deutschland

Vogelgrippe: Geflügel auf sächsischem Hof getötet

Vogelgrippe : Geflügel auf sächsischem Hof getötet

Dresden (RPO). In der Nacht wurden insgesamt 1400 Tiere auf einem Geflügelhof in Ostsachsen getötet – der gesamte Bestand. Auf dem Hof kam der erste Fall von Vogelgrippe in Deutschland in diesem Jahr auf, wie das Landesgesundheitsministerium mitteilte.

Dresden (RPO). In der Nacht wurden insgesamt 1400 Tiere auf einem Geflügelhof in Ostsachsen getötet — der gesamte Bestand. Auf dem Hof kam der erste Fall von Vogelgrippe in Deutschland in diesem Jahr auf, wie das Landesgesundheitsministerium mitteilte.

Nach dem ersten Vogelgrippe-Fall in Deutschland in diesem Jahr ist der gesamte Bestand des betroffenen Geflügelhofs in Sachsen getötet worden. In der Geflügelfarm wurden in der Nacht zum Freitag 1.400 Tiere gekeult, wie das Landesgesundheitsministerium mitteilte. Die Behörden richteten eine Sperrzone rund um den Hof ein, um ein Ausbreiten des Virus zu verhindern. Bei einer Ente wurde das Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt. Es handelt um den gefährlichen Asia-Strang des Erregers.

Das Fritz-Loeffler-Institut für Tiergesundheit auf der Ostseeinsel Riems überprüft nun, ob die Risikobewertung für die Bundesrepublik heraufgesetzt wird. Eine Sprecherin sagte, das hänge auch davon ab, auf welche Weise das Virus eingeschleppt worden sei. Bislang sei der Infektionsweg nicht klar. Das Vogelgrippe-Risiko für Deutschland wurde im April auf "mäßig" herabgestuft. Als Infektionsquelle kommen unter anderem illegal eingeführte infizierte Tiere oder Abfälle sowie Wildvögel in Betracht.

Letzter Fall in Brandenburg

Der Sprecher des Dresdner Gesundheitsministeriums, Ralph Schreiber, sagte, auch bei weiteren Tieren des Hofs in Markersdorf in Ostsachsen hätten erste Proben Hinweise auf Vogelgrippe geliefert. Daraufhin sei die Keulung des gesamten Bestands veranlasst worden. Die Maßnahmen seien am Freitagmorgen abgeschlossen worden. Zuletzt trat die Vogelgrippe im vergangenen Dezember bei einem privaten Hühnerhalter im Land Brandenburg auf.

Die Veterinärbehörden begannen unterdessen damit, weitere Geflügelbestände in der Sperrzone drei Kilometer um den betroffenen Hof in Markersdorf zu untersuchen. Es würden alle Maßnahmen ergriffen, die bei solchen Fällen geboten seien, um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern, hieß es.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Geflügelhof in Sachsen wird zur Sperrzone

(ap)