Geburtenrate: Babyboom in Deutschland

Höchste Geburtenzahl seit 1996: Babyboom in Deutschland

In Deutschland sind wieder mehr Babys zur Welt gekommen. Die Zahl der Geburten stieg 2016 im fünften Jahr in Folge auf 792.131. Mit einer Geburtenrate von 1,59 Kindern pro Frau liegt Deutschland jetzt im europäischen Mittelfeld.

Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Anstieg von sieben Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Zuletzt seien 1996 ähnlich viele Kinder zur Welt gekommen. "Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen im Alter zwischen 30 und 37 Jahren häufiger Kinder bekommen", erklärte das Bundesamt.

In den westdeutschen Flächenländern und den Stadtstaaten kletterte die Zahl um acht Prozent, in Ostdeutschland um vier Prozent. Mehr als 607.000 der Neugeborenen haben deutsche Mütter, was einem Plus von drei Prozent entspricht. Ausländische Frauen brachten mit fast 185.000 im Vergleich zu 2015 rund 25 Prozent mehr Kinder zur Welt - eine Folge vor allem des Flüchtlingsstroms rund um das Jahr 2015.

Die Statistiker führen den Geburtenanstieg bei deutschen Frauen vor allem darauf zurück, dass mehr von ihnen Kinder im Alter zwischen 30 und 37 Jahren bekommen. Dabei spielten die günstigen wirtschaftlichen Bedingungen offenbar eine wichtige Rolle.

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Bei den ausländischen Frauen macht sich die Zuwanderung vor allem aus solchen Ländern bemerkbar, wo traditionell viele Kinder geboren werden. So kamen 18.500 syrische Kinder zur Welt, fast viermal mehr als 2015. Nur türkische Mütter brachten in Deutschland mehr Kinder zur Welt.

Mit einer Gesamt-Geburtenziffer von rechnerisch 1,59 Kindern je Frau liegt Deutschland jetzt im europäischen Mittelfeld. Bei den deutschen Frauen liegt die Quote bei 1,46 Kindern (2015: 1,43), bei den ausländischen beträgt sie 2,28 (1,95) Prozent.

(oko)