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22 Verletzte: Gasexplosion im Schwarzwald: Freizeitheim zerstört

22 Verletzte : Gasexplosion im Schwarzwald: Freizeitheim zerstört

St. Georgen (rpo). Schon wieder hat sich in Deutschland eine schwere Gasexplosion ereignet: Ein Freizeitheim im Schwarzwald sackte in sich zusammen, nachdem es offenbar ein Leck in einer Gasleitung gegeben hatte. 22 Frauen und Kinder wurden verletzt.

Das Holzgebäude in St. Georgen-Langenschiltach wurde bei der Explosion am frühen Samstagabend stark beschädigt und sackte in sich zusammen. Im Einsatz waren etwa 200 Rettungskräfte.

Von den insgesamt drei Schwerverletzten schwebten zunächst eine 44-jährige Frau und ein siebenjähriges Mädchen (richtig) in Lebensgefahr. Ihr Zustand verbesserte sich aber am Sonntag. Die 44-Jährige erlitt schwere Brandverletzungen, das Kind ein Schädel-Hirn-Trauma. Die Holzbauweise verhinderte offenbar, dass es unter der Gruppe aus Reutlingen noch mehr Schwerverletzte oder gar Tote gab. "Sie hatten sehr viel Glück", sagte Polizeisprecher Franz Schall. Ein Steinhaus wäre vermutlich eingestürzt.

Bei den Opfern handelte es sich laut Polizei um eine insgesamt 22-köpfige Gruppe von neun Müttern mit 13 Kindern und Jugendlichen. Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 18.40 Uhr befanden sich 20 von ihnen in dem Heim, zwei weitere unmittelbar davor. Insgesamt gab es drei Schwerverletzte. Der Flüssiggastank außerhalb des Gebäudes explodierte nicht. Nach Polizeiangaben soll das Haus jetzt abgetragen werden und ein Gutachter sowie Kriminaltechnik-Experten ihre Ermittlungen aufnehmen.

Erst vor gut einer Woche waren bei der Explosion eines Flüssiggastanks im fränkischen Lehrberg fünf Menschen ums Leben gekommen, 16 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die Ermittler gehen von menschlichem Versagen aus. Laut Staatsanwaltschaft wollte ein Monteur das Einfüllventil festschrauben, hatte aber seinen Pressluftschrauber in die falsche Richtung eingestellt. Der Mann habe das Ventil herausgeschraubt, so dass Gas mit hohem Druck ausgetreten sei.

(ap)