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Gasexplosion: Entwarnung in Ludwigshafen - Sperrung aufgehoben

Nach schwerer Gasexplosion : Entwarnung in Ludwigshafen - Sperrung aufgehoben

Entwarnung in Ludwigshafen: Nach der Gasexplosion haben Feuerwehr und Polizei am Freitagmorgen die Gefahr als gebannt bezeichnet. Der Staatsanwalt ermittelt gegen unbekannt.

In dem Gebiet um die am Donnerstag detonierte Gasleitung besteht keine Gefahr mehr, wie die Feuerwehr mitteilte. Zuvor waren Anwohner in einem Radius von 150 Metern aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und Fenster und Türen verschlossen zu halten, weil aus einem neu entdeckten Leck immer noch leichte Gasausdünstungen festgestellt worden waren. Die Sperrung sei nun aufgehoben, teilte die Polizei mit.

Derweil ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen unbekannt. Es müsse geprüft werden, ob gegen die Vorschriften verstoßen wurde, teilte die Staatsanwaltschaft im pfälzischen Frankenthal am Freitag mit. "Wir legen uns bei den Ermittlungen nicht fest. Es gibt viele Hypothesen, was zu dem Unglück geführt haben könnte", sagte Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. Unter anderem müsse geklärt werden, ob an der Leitung überhaupt gearbeitet werden durfte, ob die Bauarbeiter einen Fehler gemacht haben oder ob die Gasleitung defekt war.

Die Detonation während Arbeiten an einer Gasleitung im Ludwigshafener Stadtteil Oppau hatte am Donnerstag einen Bauarbeiter in den Tod gerissen. 26 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion haben Staatsanwaltschaft und Polizei übernommen. Dies werde längere Zeit in Anspruch nehmen, teilte ein Polizeisprecher mit.

Rund 50 Häuser waren bei dem Unglück beschädigt worden, am Explosionsort klaffte ein etwa fünf bis sechs Meter tiefer Krater mit einem Durchmesser von zehn Metern. Mehrere Wohnungen konnten nicht mehr genutzt werden, die Bewohner sollten zunächst im Bürgerhaus des Stadtteils untergebracht werden.

Der Bautrupp hatte an einer Hochdruckgasleitung gearbeitet, an der vor einigen Tagen ein Problem festgestellt worden war. Weil von der Explosion auch ein Glasfaserkabel der Telekom betroffen war, fielen in Frankenthal und Worms Telefone aus. Der Unglücksort liegt in der Nähe eines Werksgeländes des Chemiekonzerns BASF.

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(dpa)