34 Menschen müssen ins Krankenhaus: Gas strömt in Bremer Post aus Paket aus

34 Menschen müssen ins Krankenhaus: Gas strömt in Bremer Post aus Paket aus

Durch den Austritt ätzender Dämpfe in einer Bremer Post-Filiale sind am Donnerstag 34 Menschen leicht verletzt worden. Die Betroffenen hielten sich in der Post-Filiale selbst und in einer angrenzenden Schule auf und erlitten Reizungen der Augen und Atemwege, wie die Feuerwehr in der Hansestadt mitteilte.

Die Dämpfe entstanden, als eine formalinhaltige Lösung aus einer Postsendung auslief. Mitarbeiter wollten diese wegwischen, aber dabei reagierte der Stoff mit dem Reinigungsmittel. Die Dämpfe breiteten sich anschließend über eine gemeinsame Lüftungsanlage in der Post und der Schule aus.

In den beiden Gebäuden hielten sich etwa 150 Menschen auf. 34 kamen mit den Dämpfen in Kontakt, 32 davon brachten die Einsatzkräfte in Krankenhäuser. Die meisten waren Kinder. Die Feuerwehr räumte die Gebäude. Sie konnten nach kurzer Zeit aber wieder betreten werden.

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Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei waren mit mehr als 80 Helfern und 35 Fahrzeugen im Einsatz, während des Einsatzes wurden einige Straßen in der Innenstadt gesperrt. Formalin oder auch Formaldehyd wird unter anderem als Desinfektionsmittel und in der Medizin eingesetzt. Es stoppt die Zersetzung von Gewebeproben. Es ist aber auch ein Bestandteil von Kunststoffen.

(AFP)