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Berlin: Garnaoui im Berliner Al-Kaida-Prozess verurteilt

Berlin : Garnaoui im Berliner Al-Kaida-Prozess verurteilt

Berlin (rpo). Im Berliner Al-Kaida-Prozess ist der Tunesier Ihsan Garnaoui zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Urteil wurde vom Berliner Kammergericht am Mittwoch allerdings nicht wegen Terrorismus, sondern wegen Steuerhinterziehung, ausländerrechtlicher Vergehen und unerlaubten Waffenbesitzes verhängt.

Das Berliner Kammergericht hat am Mittwoch das mutmaßliche Al-Qaida-Mitglied Ishan G. aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der versuchten Bildung einer terroristischen Vereinigung freigesprochen. Gegen den 34-jährigen Tunesier wurde lediglich wegen Steuerhinterziehung, Urkundenfälschung, unerlaubten Waffenbesitzes und Verstoßes gegen das Ausländergesetz eine Strafe von drei Jahren und neun Monaten verhängt. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Verteidigung. Die Bundesanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sechs Jahren gefordert.

Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, nach einer Ausbildung in einem Al-Qaida-Lager in Afghanistan im Januar 2003 mit dem Ziel nach Deutschland zurückgekehrt zu sein, eine Terrorgruppe zu bilden, um mit Gleichgesinnten Sprengstoffanschläge auf amerikanische und jüdische Einrichtungen zu verüben. Im Umfeld der Al-Nur Moschee in Berlin-Neukölln soll er dafür nach Verbündeten gesucht haben.

(ap)