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Hamburg: Frau entführt und eine Woche lang missbraucht

Hamburg : Frau entführt und eine Woche lang missbraucht

Hamburg (RPO). Eine 25-jährige Frau ist in Bargteheide bei Hamburg auf offener Straße gekidnappt und eine Woche lang gefangengehalten und vergewaltigt worden. Der mutmaßliche Täter wurde am Mittwoch tot aufgefunden; er hat sich selbst getötet.

Der 49 Jahre alte Mann hatte die blonde Arzthelferin Anne H. am Sonntag, 20. Juni, als Zufallsopfer vom Bürgersteig in seinen weißen Transporter gezerrt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Er ließ sie am vergangenen Sonntag verletzt frei, wie die zuständige Polizeidienststelle im schleswig-holsteinischen Ratzeburg mitteilte. Er setzte sie in der Nähe ihres Elternhauses ab.

Die Arzthelferin war am 20. Juni nach einer Bahnreise auf dem Weg vom Bahnhof in die Wohnung ihres Vaters in Bargteheide. "Nachdem sie den Bahnhof verlassen hatte und zu Fuß auf dem Weg zum Wohnhaus war, kam sie an einem weißen Transporter vorbei. Die Seitentür des Wagens stand offen. Als sie sich in Höhe des Transporters befand, wurde sie plötzlich von einem Mann gepackt, ins Wageninnere gezerrt und dort eingesperrt", berichtete Polizeisprecherin Sonja Kurz. Das Opfer kannte den Mann nicht.

Im Schlafzimmer eingesperrt

Der Täter fesselte die junge Frau im Auto und verband ihr die Augen. Danach brachte er sie in seine Wohnung und sperrte sie in seinem Schlafzimmer ein. Er hielt sie gefangen und vergewaltigte sie, wie die Polizei mitteilte.

Nach ihrer Freilassung wurde sie untersucht. Sie sagte bei der Polizei aus. Bei den folgenden Ermittlungen führte eine Spur in einen nahen Ort. Die Polizei rückte mit einem Durchsuchungsbefehl und Spezialkräften an. Im Haus fanden die Beamten den Tatverdächtigen tot auf.

Der Mann war bisher bei der Polizei nicht aufgefallen. Einen Mittäter schließt die Polizei aus.

Der Fall hatte in Norddeutschland Schlagzeilen gemacht, weil die Eltern und Freunde auf eigene Faust eine große Suchaktion nach der jungen Frau unternommen hatten. Viele tausend Bürger nahmen über die Internetseite www.suche-anne.de an der Aktion teil.

(apn/felt)