Frankfurter Flughafen: Maschine verliert Landeklappe beim Anflug

Einschlag im Stadtwald : Flugzeug verliert vier Meter langes Teil über Frankfurt

Im Anflug auf den Frankfurter Flughafen hat eine Maschine ein Stück einer Landeklappe verloren. Das 30 bis 50 Kilogramm schwere und etwa ein mal vier Meter große Teil stürzte in den Frankfurter Stadtwald. Ein Augenzeuge hatte den Vorfall beobachtet.

Der Unfall ereignete sich bereits vor einer Woche. Die betroffene Fluggesellschaft selbst habe den Vorfall am 8. Oktober gemeldet, sagte Germout Freitag, Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig, am Mittwoch. Ob es sich um ein koreanisches Frachtflugzeug handelt, wollte er weder bestätigen noch dementieren.

Über dem Frankfurter Stadtwald, durch den Autobahnen und andere Straßen führen, sind aus Osten anfliegende Maschinen in nur wenigen Hundert Metern Höhe unterwegs.

Der Verlust eines solchen sogenannten Flaps sei sehr selten, sagte Freitag. Wie es dazu kommen konnte, werde jetzt in Braunschweig untersucht. Flaps sind Klappen an den Flugzeug-Tragflächen. Bei der Landung werden sie ausgefahren, um die Geschwindigkeit zu vermindern.

Bei Start und Landung sei die Belastung für die Maschinen besonders groß, sagte Freitag. Der Pilot müsse nicht unbedingt etwas davon gemerkt haben, die Maschine habe ohne Probleme landen können. In Deutschland sei bisher nur ein anderer Vorfall dieser Art bekannt, der sich 2009 ebenfalls in Frankfurt ereignet habe.

Ein Augenzeuge hatte das herabstürzende Teil gesehen, daraufhin suchte die Polizei im Wald vergeblich ein Flugzeugteil. Mitglieder der Bürgerinitiative Stop-Fluglärm fanden es schließlich nach eigenen Angaben am Dienstagabend und holten die Polizei, die es sicherstellte.

Experten der BFU seien unmittelbar nach der Meldung des Vorfalls nach Frankfurt gefahren, hätten die betroffene Maschine untersucht und Teile sichergestellt, sagte Freitag. Hinweise auf mangelnde Wartung des Flugzeug gebe es nicht. In sechs bis acht Wochen werde es einen Zwischenbericht mit ersten Ergebnissen geben.

Der Flughafenbetreiber Fraport betonte, die Information über den Vorfall sei nicht verschleppt worden. Die zuständige BFU sei unverzüglich in Kenntnis gesetzt worden.

(dpa)
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