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Frankfurt: Greenpeace protestiert mit Gleitschirm-Aktion an der EZB

Kritik an Geldpolitik : Greenpeace protestiert mit Gleitschirm-Aktion an der EZB

Zwei Greenpeace-Aktivisten landeten am Mittwoch mit Gleitschirmen auf dem Dach des Eingangsgebäudes der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Mit einem Banner wollen sie auf „klimaschädliche Geldpolitik“ aufmerksam machen.

Mit Gleitschirmen haben Greenpeace-Aktivisten in Frankfurt gegen die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank protestiert. Zwei Gleitschirmflieger landeten am Mittwochmorgen auf dem Dach des Eingangsgebäudes. Dort entrollten sie ein zwölf Meter langes Banner mit der Aufschrift: „Stop funding Climate Killers“. Ein weiterer Aktivist an einem dritten Gleitschirm präsentierte währenddessen ein Flugbanner.

Die Aktion richtete sich nach Angaben von Greenpeace „gegen die klimaschädliche Geldpolitik der Notenbanken“. Eine von Greenpeace und verschiedenen Forschungsinstituten veröffentlichte Studie zeigt nach Angaben der Autoren, „dass die EZB systematisch den Klimaschutz untergräbt“. Greenpeace forderte „eine geldpolitische Strategie, die sich am Pariser Klimaabkommen orientiert“.

Unter Notenbankern und Volkswirten ist umstritten, ob und inwieweit Zentralbanken Klimagesichtspunkte in ihrer Geldpolitik berücksichtigen sollten. Kritiker argumentieren, durch eine Aufnahme von Klimazielen würden die geldpolitischen Ziele verwässert. Befürworter sehen hingegen Risiken für die Finanzstabilität, falls der Faktor Klima durch die Geldpolitik nicht oder unzureichend berücksichtigt wird.

(chal/dpa)