Flughafen München testet schnellere Sicherheitskontrollen

Tests in München : Flughafen-Kontrollen könnten bald deutlich schneller ablaufen

Passagiere sollen bei Sicherheits-Checks an Flughäfen bald Laptops, Telefone und Flüssigkeiten im Handgepäck lassen können. Eine entsprechende Technik wird in München gerade getestet.

Mit dem erhöhten Passagieraufkommen im Flugverkehr werden Wartezeiten in Terminals zu einem immer größeren Problem. Gerade zu Ferienbeginn sind lange Schlangen vor dem Sicherheits-Check auch am Flughafen Düsseldorf Alltag. Ein neues System soll künftig Abhilfe geschaffen - getestet wird es gerade an Terminal 2 des Münchener Flughafens, durch das jährlich rund neun Millionen Passagiere strömen.

Laut der „Süddeutschen Zeitung“ hat das neue System des Luftamts Südbayern zwei wesentliche Aspekte: Zum einen soll das Anstellsystem umgebaut werden. In größeren Wannen als bisher können vier Passagiere gleichzeitig ihr Gepäck auf die Kontrollspur legen. Dazu soll, laut Flughafen München, die Entscheidung, in welcher Schlange sich Passagiere anstellen, künftig von einem Computer getroffen werden. Damit soll die Abfertigung deutlich effizienter werden.

Zum anderen sollen hochsensible Maschinen mit Computertomographie-Technik das Handgepäck durchleuchten. Elektronische Geräte wie Laptops oder Smartphones können dadurch genauso im Handgepäck gelassen werden wie Kosmetika und andere Flüssigkeiten. Das dürfte die Zeit, die pro Passagier bei der Kontrolle benötigt, deutlich verkürzen. Neben ihren Koffern laufen die Fluggäste durch moderne Körperscanner – die sollen komfortabler sein und gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards garantieren.

Sollte sich das Pilotprojekt in München bewähren, soll es - zunächst in München - ausgebaut werden.

(cpas)
Mehr von RP ONLINE