Flughafen Hamburg nimmt nach Stromausfall Betrieb wieder auf

Nach Stromausfall : Hamburger Flughafen nimmt Betrieb wieder auf

Reisende können aufatmen. Am Hamburger Flughafen kann wieder gestartet und gelandet werden. 22 Flüge sind allerdings noch gestrichen. Unklar ist, wie es zu dem Stromausfall kam, der den Airport am Sonntag lahmlegte.

Nach dem sonntäglichen Stromausfall soll der Hamburger Flughafen um 6 Uhr seinen Betrieb wieder aufnehmen. Das teilte das Unternehmen am frühen Montagmorgen im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ein Stromausfall hatte am Sonntag den Betrieb am Airport lahmgelegt. Mit Hochdruck arbeiteten Experten daran gearbeitet, die Ursache für den Kurzschluss in der Hauptstromversorgung herauszufinden und zu beheben. „Jetzt werden wir nachbereiten und mit Hochdruck daran arbeiten, auch zu wissen, was die Ursache war“, sagte Flughafen- Sprecherin Stefanie Harder am Morgen.

Auch am Montag wird es jedoch zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen. Die Website des Flughafens zeigte 22 gestrichene Flüge an. „Der Flugverkehr ist jetzt durcheinander“, sagte Harder. „Und deshalb sind die Maschinen nicht hier, und können eben auch nicht starten.“ Der Sprecherin zufolge sind für Montag 214 Ankünfte und 214 Abflüge geplant. Zehn ankommende Flüge sowie 23 Abflüge seien gestrichen worden. Wie viele Flüge von Verspätungen betroffen sein werden, war noch nicht absehbar. Unklar war auch, wann sich die Lage wieder normalisieren würde: "Wir gehen davon aus, dass das noch den ganzen Tag so geht", sagte die Sprecherin.

Wegen des stundenlangen Stromausfalls hatte der Flughafen seinen Betrieb am Sonntag eingestellt. Tausende Passagiere hatten stundenlang teils vor dem Gebäude ausgeharrt, in der Hoffnung, doch noch abfliegen zu können. Von den Flugausfällen dürften nach Angaben des Flughafens mehr als 30.000 Passagiere betroffen gewesen sein.

Nach der Ankündigung, dass keine Flüge mehr starten würden, machten sich am Nachmittag viele Passagiere auf den Heimweg oder buchten Hotels. Der Flughafen und das Deutsche Rote Kreuz stellten auch Feldbetten im sogenannten Terminal Tango auf, rund 90 Menschen verbrachten nach Angaben des Airports dort die Nacht. „Es war wirklich eine sehr ruhige Situation, und man muss auch sagen, dass die Gäste wirklich sehr verständnisvoll sind“, sagte Harder.

Bisher gab es keine Erklärungen dafür, warum der Flughafen so massiv getroffen wurde. Der Hamburger Airport ist mit mehr als 17 Millionen Passagieren jährlich nach Angaben des Betreibers der fünftgrößte in Deutschland. An normalen Tagen gibt es üblicherweise rund 200 Starts sowie 200 Landungen.

(juju/dpa/AFP)