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Silvester: Feuerwerks-Verkauf startet am Dienstag

Silvester : Feuerwerks-Verkauf startet am Dienstag

Frankfurt/Main (RPO). Farbenprächtige Knallerei wird teurer: In den Geschäften ist ab Dienstag wieder Silvester-Feuerwerk aller Art erhältlich. Die Verbraucher müssen in diesem Jahr allerdings tiefer in die Tasche greifen als noch 2008. Das teilt der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) auf seiner Internetseite mit.

Die Unternehmen hoffen dennoch darauf, ihren Umsatz aus dem vergangenen Jahr von 109 Millionen Euro erneut zu erreichen. Der allgemeine Verkauf von Feuerwerk ist auf die letzten drei verkaufsoffenen Tage vor Silvester festgelegt.

Der Verband kündigt für dieses Jahr einige Neuheiten an: So sollen sogenannte Verbundfeuerwerke, die nur ein einziges Mal angezündet werden, noch farbenprächtiger sein. Neu sei auch die Verbindung mehrerer solcher Feuerwerksbatterien, die mit einer einzigen Zündung ein fast professionelles Feuerwerk mit vielen Effekten ermöglichen sollen.

Es gibt verschiedene Feuerwerkskategorien: Raketen, Böller, Kanonenschläge und ähnliches gehören zur Klasse II und dürfen nur an Personen über 18 Jahren abgegeben und von ihnen benutzt werden. Anders ist dies bei Kleinstfeuerwerken der Klasse I. Darunter fallen beispielsweise Wunderkerzen oder Tischfeuerwerk.

Finger weg von Grau- oder Billigimporten

Beim Kauf sollten Kunden nach Angaben des TÜV Rheinland auf einige wichtige Dinge achten, um sich nicht minderwertige und damit potenziell gefährliche Knaller in den Einkaufskorb zu legen: Ein Indiz für geprüfte und in Deutschland zugelassene Ware ist die aufgedruckte Prüfnummer der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). "Bei Grau- oder Billigimporten gilt: Finger weg! Und: Niemals selbst gebastelte Böller und Raketen benutzen", raten die Sachverständigen.

Generell sollte man sich beim Kauf die Handhabung genau erklären lassen und die Gebrauchsanweisung genau durchlesen und auch befolgen. Daheim sind die Feuerwerkskörper an einem kühlen und trockenen Ort zu lagern, der für Kinder nicht erreichbar ist.

Laumann ruft zu Vorsicht auf

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die Bürger zu Vorsicht beim Umgang mit Silvesterfeuerwerk aufgerufen. "Streng genommen enthalten alle Feuerwerkskörper Sprengstoff. Das müssen wir bei aller Freude an den bunten und lauten Knalleffekten beachten", sagte Laumann am Montag in Düsseldorf.

Beim Abbrennen von Silvesterfeuerwerk treten Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius auf. Es besteht die Gefahr schwerster Verbrennungen und Verletzungen. "Nur wer einen klaren Kopf hat, sollte mit diesen gefährlichen Artikeln umgehen. Wer alkoholisiert ist, läuft Gefahr, die Sicherheit auf die leichte Schulter zu nehmen", sagte Laumann.

DAK warnt vor Hörschäden

Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) hat vor Hörschäden durch den Krach von Feuerwerk gewarnt. Silvesterknaller hinterließen häufig Geräusche im Ohr, wenn ihre Explosion schon lange vorbei sei, erklärte die Krankenkasse am Montag. Sie könnten Hörschäden wie Tinnitus oder sogar Risse im Trommelfell verursachen. Einen Abstand von zehn bis zwanzig Metern zu Knallfröschen, Böllern und Raketen empfahl deshalb Jürgen Viezens, DAK-Experte und Hals-, Nasen-, Ohrenarzt.

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Die DAK verglich den Geräuschpegel von manchen Silvesterknallern mit dem Lärm beim Start eines Düsenjets. Unter Umständen reiche ein Knall, um ein Hörtrauma auszulösen und irreparable Schäden anzurichten.

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(apd/felt)