Fehlende Masernimpfung: Schule in Hildesheim schließt 107 Schüler aus

Drastische Maßnahme in Hildesheim: Schule schließt 107 Schüler wegen fehlender Masernimpfung vom Unterricht aus

An einer Gesamtschule in Hildesheim ist es zu einem Ausbruch der Masern gekommen. In Reaktion darauf haben die Behörden den Impfstatus aller Schüler überprüft. 107 Schüler wurden danach vom Unterricht ausgeschlossen.

Die 107 betroffenen Schüler sind wegen fehlendem Impfschutz bis Ende kommender Woche vom Unterricht ausgeschlossen worden. Das teilte der Landkreis Hildesheim nach einer Überprüfung des Impfstatus aller 700 Schüler am Dienstag mit. Das Gesundheitsministerium in Hannover hatte die drastische Maßnahme, den Schülern den Zugang zur Schule zu verwehren, gerechtfertigt. Die Schule müsse in Absprache mit der Kreisgesundheitsbehörde eine rechtliche Abwägung zwischen der Schulpflicht und dem Schutz der Kinder vor einer ansteckenden Krankheit vornehmen.

In Niedersachsen waren bis zum 11. März bereits 26 Masernerkrankungen nachgewiesen worden, das waren schon jetzt mehr als im gesamten Jahr 2018. Das erklärte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) am Montag in Berlin.

(felt/dpa)
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