Anzahl auf Zehnjahreshoch Fast ein Drittel der Jugendlichen lebt nicht mehr bei den Eltern

Wiesbaden · Immer mehr junge Menschen ziehen früh aus dem Elternhaus aus. Zwischen Frauen und Männern lassen sich dabei Unterschiede beobachten. Eigene Kinder oder heiraten kommt hingegen nur für wenige in Frage. Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes.

 Beim Start der Kinder ins selbstständige Erwachsenenleben helfen Eltern noch beim Einzug in die erste Wohnung.

Beim Start der Kinder ins selbstständige Erwachsenenleben helfen Eltern noch beim Einzug in die erste Wohnung.

Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Fast ein Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren lebt nicht mehr bei den Eltern. Trotz steigender Mietpreise und der Corona-Pandemie waren das im vergangenen Jahr so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.

Waren es 2011 noch 27,5 Prozent in dieser Altersgruppe, stieg der Anteil 2021 auf 31,2 Prozent. Junge Frauen verlassen den Elternhaushalt dabei früher als junge Männer. 27,6 Prozent der Männer in dieser Altersgruppe standen auf eigenen Füßen, bei den Frauen waren es 35,1 Prozent. Vor zehn Jahren war der Unterschied noch größer - damals lebten 22,3 Prozent der Männer und 33,0 Prozent der Frauen nicht mehr unter dem gleichen Dach wie ihre Eltern.

Obwohl so viele junge Menschen eigenständig leben wie seit Langem nicht mehr, kommt es für die meisten in diesem Lebensabschnitt noch nicht in Frage, selbst Eltern zu werden. Nur 2,4 Prozent in dieser Altersgruppe waren 2021 Eltern. 2011 lag der Wert noch bei 3,7 Prozent.

Noch seltener wird in dieser Altersgruppe geheiratet. Ende 2021 waren 1,6 Prozent der jungen Menschen verheiratet oder lebten in einer Lebenspartnerschaft. 1991 waren es noch 9,6 Prozent.

(mzu/AFP)
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