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Randale in Baden-Württemberg und NRW: Facebook-Partys am Wochenende aufgelöst

Randale in Baden-Württemberg und NRW : Facebook-Partys am Wochenende aufgelöst

Bei zwei Facebook-Partys in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg kam es am Wochenende zu Auseinandersetzungen. Betrunkenen Jugendliche randalierten bei den nicht angemeldeten Veranstaltungen.

Eine "Facebook-Party", die mit einem Großeinsatz der Polizei endete, wird für einen 19-Jährigen aus Hagen wohl ein teures Vergnügen werden. Der hatte nach Polizeiangaben von Sonntag zu der Party auf einer Straße in Hagen aufgerufen.

Als die 150 zum Teil stark betrunkenen Teilnehmer randalierten, griff die Polizei mit Verstärkung aus anderen Städten ein.

Mehr als 50 Beamte waren bis nach Mitternacht im Einsatz. Der Initiator selbst habe erklärt, den Aufruf "aus Versehen" öffentlich gemacht zu haben. Nun solle geprüft werden, in welchem Umfang er die Kosten für den teuren Polizeieinsatz übernehmen muss.

Knapp 1000 bei Party in Baden-Württemberg

Knapp 1000 Jugendliche sind am Samstagabend zu einer Facebook-Party nach Backnang (Baden-Württemberg) gepilgert. Etliche von ihnen hatten sich nach Angaben der Polizei bereits auf der Anfahrt betrunken.

Als die Beamten ihnen am Bahnhof und auf dem rund drei Kilometer entfernten Veranstaltungsgelände ihre Alkoholvorräte abnahmen, kam es teilweise zu hitzigen Auseinandersetzungen. "Es sind Flaschen und Äpfel geflogen", sagte eine Sprecherin. "Dadurch sind mehrere Jugendliche verletzt worden." Die Polizisten blieben ohne Blessuren.

Zu der Party hatten sich bis Freitag mehr als 22.500 Nutzer angemeldet. Die Polizei ging offensiv gegen diesen Plan vor, verbot die Veranstaltung und warnte im Internet vor Strafen.

Am Samstag war zudem an vielen Bahnhöfen im Laufband zu lesen, dass die Party abgesagt sei. Feiern in dieser Größenordnung können untersagt werden, da sie eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Juli 2012: Polizei löst Facebook-Party auf

(dpa)