Extinction Rebellion plant neue Aktionen in Berlin

Hunderte Aktivisten übernachten in der Haupstadt : Extinction Rebellion plant erneut Proteste in Berlin

Die Klimaproteste in Berlin gehen weiter. Mitten in der Nacht hatten Aktivisten einen Verkehrsknotenpunkt im Regierungsviertel besetzt. Am Mittwoch sind Aktionen am Kanzleramt geplant. Die Stadt will Extinction Rebellion „mit Augenmaß“ beobachten.

Auch am dritten Tag der Klimaproteste haben Anhänger von Extinction Rebellion wieder Aktionen in Berlin geplant. Unter anderem soll es in der Nähe des Kanzleramts und auf dem Kurfürstendamm im Westen der Hauptstadt Versammlungen geben. Mehr Details wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Die Aktivisten hatten in der Nacht zu Mittwoch weiter einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Berlin besetzt gehalten. Mehrere Hundert Aktivisten übernachteten erneut am Großen Stern im Stadtteil Tiergarten. Zwei der fünf Achsen, die auf den großen Kreisverkehr führen, waren laut Polizei frei. Der Verkehr werde trotz der noch verbliebenen Aktivisten nicht mehr gestört, sagte ein Polizeisprecher am frühen Mittwochmorgen. Schon um 3.00 Uhr hatten sich erste Aktivisten für Blockaden auf der Marschallbrücke am Regierungsviertel eingefunden, wie die Gruppe mitteilte.

Seit Montagmorgen finden in Berlin verschiedene Aktionen der Gruppe Extinction Rebellion statt. Berlins Innensenator Andreas Geisel hatte ein Vorgehen „mit Augenmaß“ gegen die Umweltschützer angekündigt. Man werde sich die Versammlungen anschauen und einige auch eine Weile gewähren lassen, sagte der SPD-Politiker dem Inforadio des RBB.

Am Montagabend hatte die Polizei die Räumung des Potsdamer Platzes zunächst abgebrochen, am Dienstag ging es in den frühen Morgenstunden weiter. Die Beamten hatten die Demonstranten nach eigenen Angaben zunächst aufgefordert, die Kreuzung zu verlassen. Die meisten seien der Aufforderung nachgekommen. Gegen Mittag wurde die Kreuzung wieder für den Verkehr freigegeben.

Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben.

(atrie/dpa)
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