"Bremer Loch": Erste unterirdische Spendenbüchse Deutschlands

"Bremer Loch": Erste unterirdische Spendenbüchse Deutschlands

Bremen (RPO). Die erste unterirdische Spendenbüchse Deutschlands hat eine Hilfsorganisation in Bremen eingeweiht. Das so genannte Bremer Loch ist 90 Zentimeter tief und hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern. Es wurde im Marktplatzpflaster vor dem Landtag eingelassen und ist auf den ersten Blick kaum von einem Gullydeckel zu unterscheiden.

Wäre da nicht der akustische Gag für Spender: Bei jedem Münzeinwurf ertönt eine andere Stimme aus dem berühmten Quartett der Bremer Stadtmusikanten.

Die Oberfläche aus Bronze hat einen Geldschlitz und wird von einer plattdeutschen Aufschrift geziert, die auf die Laute der Bremer Stadtmusikanten - Hahn, Katze, Hund und Esel - anspielt: "Kreih nich, jaul nich, knurr nich, segg i-aa, doh wat in't Bremer Loch" (Kräh' nicht, jaule nicht, knurre nicht, sage ja, tu' was ins Bremer Loch)."

Nach jedem Geldeinwurf löst eine Fotozelle die von Radio Bremen auf einem Chip aufgezeichneten Tierstimmen aus.

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Die Idee für das mit nicht näher bezeichneten Vorkehrungen gegen Diebstahl gesicherte Bremer Loch hatte die Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe unter Vorsitz des Landtagspräsidenten, die als Dachorganisation von Wohlfahrtsorganisationen Sammlungen organisiert.

Die Aktiven planen nun schon den nächsten Coup: Sie wollen sich das bislang einzigartige Konzept schützen lassen und es zu Gunsten der Wohlfahrt vermarkten.

(ap)
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