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Erste Gorillageburt in der Geschichte im Zoo Rostock

Süßer Nachwuchs : Erste Gorillageburt im Zoo Rostock

Der Rostocker Zoo feiert die erste Gorilla-Geburt in seiner 121-jährigen Geschichte. Die 19 Jahre alte Yene hat am Montag ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht.

Das sagte die Zookuratorin Antje Angeli am Freitag. „Aktuell gehen wir davon aus, dass es ein Mädchen ist.“ Auf jeden Fall sei es ein kräftiges Baby mit großem Durst. „Mutter und Baby sind wohlauf, sie ziehen sich noch gern zurück und ruhen viel.“

Natürlich sei es bedauerlich, dass eines der schönsten Ereignisse überhaupt für einen Zoo, eine Gorilla-Geburt, in eine Zeit fällt, in der Menschen ganz andere Sorgen haben und der Zoo geschlossen ist, erklärte Angeli. Deshalb plane der Zoo, die Besucher regelmäßig in Form eines Videotagebuches über den Gorilla-Nachwuchs auf dem Laufenden zu halten. Das Gorilla-Mädchen wiege im Moment etwa zwei Kilogramm. Jungtiere werden etwa zwei Jahre lang gesäugt.

In den kommenden Tagen werde eine zweite Gorilla-Geburt erwartet. „Zolas Bauch ist kugelrund. Sie erfreut sich bester Gesundheit, anstrengend scheint es allerdings schon zu sein“, sagte Tierpfleger Tobias Pollmer.

Im Darwineum, dem Haus der Primaten, sei es ohne Besucher recht ruhig geworden. Das spürten auch die Menschenaffen. So habe Neumutti Yene, die vor einem Jahr eine Totgeburt zu verkraften hatte, nur Augen für ihr Baby. „Yene ruht und schläft viel, bewegt sich noch recht wenig und bevorzugt den rückwärtigen Bereich“, berichtete Angeli. Neben den normalen Mahlzeiten für alle bekomme sie ab und an ein paar Snacks zugesteckt, damit sie sich nicht so viel bewegen muss. Das sind beispielsweise gekochte Kartoffeln, Paprika und Gurke.

(lukra/dpa)