Autos in Flammen aufgegangen: Erneut Krawalle im Hamburger Schanzenviertel

Autos in Flammen aufgegangen: Erneut Krawalle im Hamburger Schanzenviertel

Hamburg (RPO). Erneut haben sich Angehörige der linken Szene am Wochenende im Hamburger Schanzenviertel Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Zudem verübten Unbekannte sieben Brandanschläge auf parkende Autos, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Bei den Auseinandersetzungen mit den linken Aktivisten im Umfeld des besetzten Szenetreffs "Rote Flora" wurden demnach Beamte von etwa 100 Personen mit Flaschen, Fußtritten und Faustschlägen attackiert worden. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein und nahm drei Personen vorübergehend in Gewahrsam. Ein Beamter wurde leicht verletzt.

Wenige Stunden nach den Straßenkämpfen gingen den Angaben zufolge zunächst sieben hochwertige Autos teilweise in Luxuswohngebieten in Flammen auf. Nach ersten Ermittlungen wurden die Fahrzeuge vermutlich mit Brandbeschleunigern angezündet. Die Pkw der Marken Mercedes, BMW, Audi und VW brannten fast vollständig aus.

Der Hamburger Innenminister Christoph Ahlhaus verurteilte die Vorfälle scharf und kritisierte insbesondere die "tätlichen Provokationen" gegenüber der Polizei im Schanzenviertel. "Wer Polizisten oder Sanitäter angreift, die Menschen helfen oder medizinisch versorgen wollen, steht moralisch auf einer ganz niedrigen Stufe", sagte der CDU-Politiker auch mit Blick auf eine verletzte Frau im Vorfeld der Ausschreitungen, die eine Behandlung durch Rettungssanitäter abgelehnt hatte. Die Feuerwehr konnte einen tätlichen Angriff in diesem Zusammenhang aber nicht bestätigen.

Als Vorsitzender der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern hat Ahlhaus in diesem Jahr Gewalt gegen Polizeibeamte sowie gegen Feuerwehr und Rettungskräfte zum Schwerpunktthema erklärt.

(apd/das)