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Erfurt: Prozess wegen Vergewaltigung gegen zwei Polizisten

Zum Sex gezwungen : Vergewaltigungsprozess gegen zwei Polizisten beginnt

Zwei Polizisten stehen ab Dienstag vor dem Erfurter Landgericht. Sie sollen eine Frau in deren Wohnung zum Sex gezwungen haben, nachdem sie sie zuvor in Gewahrsam genommen hatten. Die Anklage lautet auf Vergewaltigung im besonders schweren Fall.

Zwei Thüringer Polizisten stehen ab Dienstag wegen Vergewaltigung vor dem Erfurter Landgericht. Die beiden Männer im Alter von 23 und 28 Jahren sollen im vergangenen September während eines Einsatzes eine Frau in deren Wohnung im thüringischen Marlishausen zum Sex gezwungen haben. Sie hatten die damals 32-Jährige zuvor in Gewahrsam genommen und ihre Identität überprüfen wollen.

Die Anklage wirft den beiden Beamten unter anderem gemeinschaftliche Vergewaltigung im besonders schweren Fall vor. Die Beamten der Polizeiinspektion Gotha sitzen seit Herbst in Untersuchungshaft. Sie hatten während der Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft den Geschlechtsverkehr mit der Frau zwar eingeräumt. Allerdings sprachen sie von einvernehmlichen Sex.

Der Prozess vor dem Landgericht war wegen der Corona-Pandemie von Ende März auf Anfang Mai verschoben worden. Laut einem Gerichtssprecher wurden für die jetzige Verhandlung besondere Vorkehrungen getroffen. Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden die Personalien von Zuschauern und Prozessbeobachtern aufgenommen. Zudem wird die Zahl der Sitzplätze beschränkt, und es muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

(ala/dpa)