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Die "Gloriosa" hatte einen Haarriss: Erfurt: "Königin der Glocken" kann wieder bimmeln

Die "Gloriosa" hatte einen Haarriss : Erfurt: "Königin der Glocken" kann wieder bimmeln

Erfurt (rpo). Die Glocke "Gloriosa" aus dem Erfurter Mariendom konnte erfolgreich repariert werden. Die größte frei schwingende mittelalterliche Glocke der Welt musste im Juli wegen eines Haarrisses ausgebaut werden. In der Glockenschweißerei Lachenmayer im bayerischen Nördlingen wurde die Glocke bei Temperaturen um 500 Grad Celsius geschweißt.

"Aussehen und Klang der Gloriosa waren zur vollsten Zufriedenheit. Die Schweißung ist nach Plan verlaufen", sagte der Leiter des Erfurter Dombauamtes, Andreas Gold, am Montag in Nördlingen.

Allerdings habe der Glockensachverständige des Erfurter Domberges bei der Abnahme am 8. September das letzte Wort über die Reparatur, sagte Gold. Er gehe davon aus, dass es keine Probleme geben werde und die "Gloriosa" am 9. September wieder in den Glockenturm des Mariendoms eingebaut werden könne.

Die auch als "Königin der Glocken" gepriesene "Gloriosa" gehört zu den klangschönsten und wertvollsten Glocken der Welt. Sie war im Juli 1497 von Gerhard Wou von Kampen gegossen worden, dessen Technik und Können als bis heute unerreicht gelten.

(ap)