1. Panorama
  2. Deutschland

Täter forderte von Brandenburger eine Million: Entführter Geschäftsmann befreit sich selbst

Täter forderte von Brandenburger eine Million : Entführter Geschäftsmann befreit sich selbst

Ein entführter Berliner Geschäftsmann hat sich in Brandenburg nach zwei Tagen selbst befreien können. Wie das Polizeipräsidium Potsdam mitteilte, war ein unbekannter Täter am Freitagabend gewaltsam in das Haus der Familie in Storkow im Landkreis Oder-Spree Mann eingedrungen.

Dort gab er einen Schuss in die Decke ab und entführte den 51-Jährigen vor den Augen seiner Ehefrau und seines schulpflichtigen Sohnes. Er forderte ein Lösegeld von einer Million Euro.

Der Frau drohte der Täter den Angaben zufolge, dass ihr Mann zum Krüppel geschossen werde und er sich den Sohn holen werde, sollte sie die Polizei einschalten. Dennoch alamierte die Frau die Polizei, die mit Hochdruck nach dem Entführten suchte. Insgesamt waren rund 300 Beamte im Einsatz.

Dem gefesselten und geknebelten Opfer gelang es demnach am Sonntagmorgen, sich selbst zu befreien und zu Fuß zu flüchten. In einem kleinen Ort im Raum Oder-Spree habe er einen Bürger um Hilfe gebeten, der daraufhin sofort die Polizei alarmierte. Der Familienvater war den Angaben zufolge unterkühlt, blieb aber ansonsten unverletzt. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut.

Die Fahndung nach dem Täter lief am Montag auf Hochtouren. Es werde von einem Einzeltäter ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Im Zuge der Ermittlungen wurden unter anderem Waldgebiete, Gebäude und auch Liegenschaften der Bundeswehr in der Region durchsucht.

(AFP)