Wirbel um Magazin "Chrismon" EKD distanziert sich von Katholiken-Kritik

(RP). Die Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bundestagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne), hat sich von der Kritik des evangelischen Magazins "Chrismon" an der katholischen Kirche distanziert.

"Das Bild, das Herr Brummer zeichnet, ist nicht das Bild, das ich von der katholischen Kirche heute habe. Es ist ein sehr altes, sehr persönliches Bild", betonte Göring Eckardt. "Von der Veröffentlichung über sein Buch im Chrismon wusste ich im Vorfeld nichts."

Die Veröffentlichung hatte kurz vor dem Papstbesuch in Deutschland zur Verärgerung bei der katholischen Kirche geführt. Arnd Brummer, Chefredakteur des Magazins "Chrismon", beschreibt in dem Beitrag seinen Wechsel von der katholischen zur evangelischen Kirche und würdigt dabei die katholische Kirche herab. Erzbischof Robert Zollitsch sagte, er habe sich über die Veröffentlichung "gewundert" und kündigte an, mit den Verantwortlichen darüber zu sprechen.

Göring-Eckardt distanzierte sich zwar von der Kritik an der katholischen Kirche, betonte aber auch die Pressefreiheit: "Die evangelische Publizistik ist frei, und das soll auch so bleiben. Als Ostdeutsche bin ich dafür auf die Straße gegangen, dass es Pressefreiheit gibt."

(RP)
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