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Einsatzkräfte in Wolfsburg mit Feuerwerk angegriffen

10.000 Euro Schaden : Einsatzkräfte in Wolfsburg mit Feuerwerk angegriffen

Polizisten und Feuerwehrleute sind in der Silvesternacht bei einem Einsatz in Wolfsburg mit Raketen, Böllern und Leuchtmunition angegriffen worden. Derzeit werteten die Ermittler im Internet kursierende Handyvideos zu den Attacken aus.

„Es war eine brenzlige Situation“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Zuvor waren in der Schule im Stadtteil Westhagen Fensterscheiben zerstört und Knallkörper in Klassenzimmern gezündet worden.

Das Ganze sei eskaliert, vermutlich auch weil Alkohol im Spiel war, sagte der Sprecher. Der Sachschaden wird auf mehr als 10.000 Euro geschätzt. Derzeit werde geprüft, ob die im Internet entdeckten Videos tatsächlich an der Schule aufgenommen wurden. Bereits in der Silvesternacht seien dort Handyfilme sichergestellt worden.

Die Einsatzkräfte waren aus einer Gruppe heraus mit Feuerwerk und Leuchtmunition angegriffen worden. Verletzt wurde niemand. Die Polizei musste Unterstützung anfordern und stellte drei Schreckschusswaffen mit Aufsätzen zum Verschießen von Feuerwerksmunition sicher.

Ermittelt wird wegen vorsätzlicher Brandstiftung, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Landfriedensbruch in besonders schwerem Fall. Drei junge Männer verbrachten die Nacht in Polizeigewahrsam. Die Ermittler nahmen die Personalien von 31 Menschen auf.

Wolfsburgs Polizeivizepräsident Roger Faldung sagte: „Wir werden die Geschehnisse sorgfältig aufarbeiten. Es ist wichtig, dass diese Gewalttaten in deutlichen Rückmeldungen aus Politik und Gesellschaft verurteilt worden sind.“

(lukra/dpa)