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Einkaufen und Kochen: Wie Sie entspannt durch die Osterfeiertage kommen

Einkaufen und Kochen : Wie Sie entspannt durch die Osterfeiertage kommen

Rund um die Osterfeiertage dürfte es in den Supermärkten wieder voll werden. Wer auf den Stress verzichten will und die Tage entspannt kochen und schlemmen will, plant am besten schon im Vorfeld. Zwei Expertinnen geben Tipps.

Trubel rund um Ostern wünscht sich gerade in Pandemie-Zeiten eigentlich keiner. Um die Feiertage möglichst stressfrei zu verbringen, hilft deshalb eine gute und rechtzeitige Planung. Was möchten wir kochen und was müssen wir dafür einkaufen? Zwei Expertinnen geben Tipps.

Wie bereite ich mich auf die Feiertage vor?

Erstmal sollte man in den Kühlschrank und Vorratsschrank schauen und eine Bestandsaufnahme machen, rät Monika Bischoff, Ökotrophologin am Krankenhaus Barmherzige Brüder in München. „Am besten ist, man setzt sich mit der Familie an einen Tisch, und plant alles zusammen. Denn es gibt immer etwas, das der eine mag und der andere nicht.“ Auch Kochbuchautorin und Foodstylistin Margit Proebst empfiehlt, alle Familienmitglieder in die Planung mit einzubeziehen und zu überlegen, wer welche Einkäufe übernimmt: „Gute Planung ist alles! Am besten besorgen Sie alle haltbaren Lebensmittel schon eine Woche vorher oder lassen sie liefern.“

Lohnt es sich, in Etappen einzukaufen?

Ja. Denn wer etwa Getränke, Tiefkühlkost oder Mehl, Zucker und Nudeln mit Vorlauf kauft, hat einen Großteil der Einkäufe und Schlepperei schon hinter sich gebracht. Margit Proebst rät, drei Einkaufslisten zu erstellen: „Eine für eine Woche vorher für alles Haltbare und die Getränke, eine Liste für Gründonnerstag für alles Frische, das bis Samstag gebraucht wird, und eine dritte Liste für den Samstagseinkauf.“ Frisches wie Fleisch, Fisch und Brot könne man vorbestellen, dann müsse es am Gründonnerstag oder Karsamstag nur noch abgeholt werden. Auch manche Obst- und Gemüsehändler bieten die Möglichkeit an, vorzubestellen.

Wie halte ich die Einkäufe lange frisch?

Bei allem Vorlauf sollten verderbliche Lebensmittel wie frisches Fleisch oder Fisch nicht lange lagern. „Da sollte die Kühlkette zwischen Einkauf und Kühlschrank nicht unterbrochen und alles schnell verarbeitet werden. Man kann aber bestimmte Gerichte hervorragend vorkochen und am Festtag aufwärmen“, empfiehlt Proebst. Die Lebensdauer von Salat ließe sich verlängern, indem man diesen locker in eine lebensmittelechte Plastiktüte einschlägt und im Gemüsekühlfach lagert. Brot kann portionsweise gut eingefroren und aufgebacken werden. Auch wer die Haltbarkeit von Eiern verlängern will, kann diese einfrieren. „Dafür sollte man den Dotter und das Eiklar voneinander trennen oder das Ei vorher verquirlen“, rät Monika Bischoff.

Wie vermeide ich überflüssige Einkäufe?

„Wenn man Neues einkauft, sollte man auch eine gewisse Regelung haben, wie ich was lagere. Denn meistens kauft man ein und das Neue wird immer nach vorne geschoben. Und irgendwann lagern die alten Sachen ganz hinten, auch in der Tiefkühltruhe“, weiß Ernährungsexpertin Bischoff. Kochbuchautorin Proebst setzt auf Planung und benutzt eine vorgefertigte Einkaufsliste, in der die Lebensmittel nach Gruppen geordnet sind wie etwa Obst, Gemüse, Kräuter, Milchprodukte, Produkte aus der Kühltheke und Trockenvorräte. „Da kreuze ich an, was ich brauche und behalte so im Blick, was an Vorräten da ist und was fehlt. Da komme ich übrigens oft auf die besten Ideen für Rezepte zur Resteverwertung.“

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Und wenn ich mal nicht alles parat habe?

Dann kann man schauen, was in der heimischen Küche noch vorrätig ist und auch mal kreativ werden. Denn viele Lebensmittel lassen sich gut durch andere ersetzen. „Statt Reis passt oft auch Quinoa oder Bulgur als Beilage. Sahne, Crème fraîche und Schmand sind fast immer austauschbar“, erklärt Margit Proebst. Durch eine andere Gemüsesorte oder andere Kräuter und Gewürze bekämen Gerichte oft eine interessante neue Note. „Wichtig ist, dass wir alle schon mal merken: es wird keiner verhungern“, sagt Monika Bischoff. „Ich würde vorschlagen, vielleicht mal weniger einzukaufen und bevor etwas übrig bleibt und ich es entsorgen muss, auch mal Restaurants zu unterstützen und auf To-Go zurückgreifen.“

(lha/dpa)