Verschollener Flick-Leichnam Düsseldorfer Ermittler geben Fall ab

Düsseldorf (RPO). Die Ermittlungen zum gestohlenen Leichnam des Milliardärs Friedrich Karl Flick sollen ab sofort in Nürnberg weitergeführt werden. "Wir sehen bei uns keine Zuständigkeit", sagte der Düsseldorfer Staatsanwalts-Sprecher Johannes Mocken. Die Akten würden deshalb nach Nürnberg übersandt.

Leichnam von Milliardär Flick entführt
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Laut Medienberichten hatte ein Nürnberger Anwalt Anfang Dezember in Vertretung eines anonymen Mandanten gegen Zahlung von 100.000 Euro Hinweise dazu versprochen, wo Flicks Leiche zu finden ist. Über die Aufnahme eines formellen Ermittlungsverfahren müsse deshalb in Nürnberg entscheiden werden, so Mocken. Als Straftatbestände kommen Erpressung und Begünstigung einer Straftat in Betracht.

Der Fall war zunächst in Düsseldorf angesiedelt worden, da hier ein Vertreter der in Düsseldorf ansässigen Flick-Stiftung Anzeige erstattet hatte. Der Nürnberger Anwalt soll das Mandat für die anonyme Person inzwischen niedergelegt haben. Die Familie Flick hatte empört auf das Angebot des Rechtsanwalts reagiert.

Im November hatten Unbekannte das Grab Flicks auf einem Friedhof im österreichischen Velden am Wörthersee aufgebrochen und den Sarg mitgenommen. Der ehemalige Großindustrielle Flick war im Oktober 2006 in seinem Haus am Wörthersee im Alter von 79 Jahren gestorben. Flick hatte stets Angst vor Entführungen. 1991 wurde der Bruder von Flicks Ehefrau gekidnappt. Die Täter wurden jedoch vor der Lösegeldübergabe erwischt.

(DDP)
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