Drohne fliegen - mit diesen Tipps lernen Sie Ihre Drohne zu steuern

So wird die Flug-Premiere ein Erfolg : Drohne fliegen - mit diesen Tipps lernen Sie Ihre Drohne zu steuern

Drohnen sind ein Trendspielzeug für Erwachsene – neben dem Spaß, die Fluggeräte fliegen zu lassen, können sie auch tolle Videoaufnahmen liefern. Wie der erste Flug ein Erfolg wird, lesen Sie hier.

Drohne fliegen – was Sie vor dem ersten Flug beachten müssen

Bevor Sie Ihre neue Drohne starten lassen, müssen Sie ein paar Regeln beachten. Neben Grundwissen über die Funktionen und die Steuerung Ihrer Drohne, gilt es auch den richtigen Flugort auszuwählen, die Wetterverhältnisse zu prüfen und natürlich keine gesetzlichen Vorschriften zu missachten.

Beispielsweise müssen Sie schon bevor Sie Ihre Drohne anschalten eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Diese Versicherung ist für jeden Drohnen-Piloten Pflicht. Den Nachweis über diese Versicherung müssen Sie sogar mit sich führen, wenn Sie die Drohne benutzen. Sonst droht ein Bußgeld. Haben Sie bereits eine Haftpflichtversicherung, prüfen Sie, ob diese auch Beschädigungen durch Drohnen absichert.

Außerdem muss jede Drohne mit einer wetter- und feuerfesten Plakette mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift gekennzeichnet sein. Sie können beispielsweise eine Aluminium-Plakette am Rahmen der Drohne anbringen. Für schwere Drohnen ab zwei Kilogramm gelten noch strengere Richtlinien.

Die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf Flughöhe, Flugort und Flugweite der „Verordnung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ finden Sie auf der Webseite der Deutschen Flugsicherung. Diese Verordnung trat im März 2017 in Kraft.

Beachten Sie diese Regeln, müssen Sie noch die Funktionen Ihres Quadrocopters studieren und einen guten Flugort auswählen. Am besten lassen Sie die Drohne auf einem freien, ebenen Feld an einem sonnigen, windstillen Tag starten.

Welche Drohne dürfen Sie fliegen?

Für Drohnen mit einem Gewicht unter 250 Gramm gelten keine bestimmten Regelungen. Zwischen 250 Gramm und zwei Kilo muss die Drohne mit dem Namen und der Anschrift des Besitzers gekennzeichnet sein. Ab zwei Kilo benötigen Sie für das Fliegen den Drohnen-Führerschein.

Am einfachsten ist es also, Sie wählen eine Drohne, die das Gewicht von zwei Kilo nicht überschreitet. Für den Hobbybereich und vor allem für Einsteiger ist dieses Gewicht ausreichend. An vielen solchen Drohnen-Modellen kann eine Kamera für tolle Videoaufnahmen angebracht werden.

Wiegt Ihre Drohne mehr als zwei Kilo, müssen Sie einen Flugkundenachweis erbringen. Umgangssprachlich spricht man hier von einem Drohnen-Führerschein. Die Prüfung für den Führerschein können Sie an einer vom Luftfahrt-Bundesamt offiziell anerkannten Stelle ablegen. Der Flugkundenachweis bestätigt, dass Sie mit Ihrer Drohne fachgerecht umgehen können und somit auch keine anderen Menschen gefährden.

Für unbemannte Fluggeräte mit einem Gewicht von mehr als fünf Kilogramm benötigen Sie für jeden Flug eine Aufstiegserlaubnis der Landesluftfahrtbehörde. Für den Hobbygebrauch sind solche schweren Drohnen also weniger empfehlenswert. Die wenigsten Hobbygeräte erreichen jedoch dieses Gewicht.

Diese Regelungen gelten für die verschiedenen Drohnen-Typen:

  • Bis 250 Gramm: Diese kleinen Drohnen gelten als Spielzeug. Die maximale Flughöhe von 30 Metern darf nicht überschritten werden. Ansonsten gibt es keine Vorschriften.
  • Ab 250 Gramm bis zwei Kilo: Die Drohne muss mit einer wetter- und feuerfesten Plakette mit dem Namen und der Anschrift des Besitzers gekennzeichnet werden.
  • Ab zwei Kilo bis fünf Kilo: Neben der Namensplakette muss der Besitzer auch noch über einen Drohnen-Führerschein verfügen.
  • Ab fünf Kilo: Für jeden Flug ist eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde des jeweiligen Bundeslandes erforderlich.

Wo können Sie Ihre Drohne fliegen lassen?

Die neue Luftverkehrs-Ordnung für Drohnen trat im März 2017 in Kraft. Seitdem dürfen Sie Ihre Drohne längst nicht mehr überall starten lassen. Der Flug über Menschenmengen ist verboten. Und auch bei einem Flug über Privatgrundstücke kann es ohne Erlaubnis Ärger geben.

Denn beim Flug über Menschenmengen werden Personen durch einen möglichen Absturz der Drohne gefährdet. Beim Fliegen über den Garten des Nachbarn kann sich dieser in seiner Privatsphäre gestört fühlen. Vor allem wenn Ihre Drohne mit einer Kamera ausgestattet ist, kann es zu Streitigkeiten kommen. Über öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Gefängnissen und über Naturschutzgebieten ist der Flug ebenfalls nicht erlaubt.

Aus Sicherheitsgründen muss der Abstand zum nächsten Flughafen außerdem mindestens 1,5 Kilometer betragen. Das bezieht auch kleine Flughäfen mit ein. Und egal wo Sie Ihre Drohne steigen lassen: Die maximale Flughöhe liegt bei 50 Metern. Eine Ausnahme bilden Modellflugplätze. Hier dürfen Sie Ihre Drohne bis zu 100 Meter in die Höhe steigen lassen.

Und noch etwas schreibt die Flugsicherung vor: In Deutschland ist der Drohnenflug nur als Sichtflug möglich. Sie dürfen die Drohne also nicht ausschließlich per GPS steuern, sondern müssen diese auch sehen können. Ungefähr 300 Meter darf sich Ihr unbemanntes Luftfahrzeug von Ihnen entfernen.

Drohne fliegen für Anfänger – die wichtigsten Tipps

Die Steuerung einer Drohne ist nicht ganz ohne: Sie müssen lernen, wie die Drohne vorwärts fliegt, eine 180-Grad-Drehung durchführt, an Höhe gewinnt und sanft landet. Vor dem ersten Flug sollten Sie deswegen die Steuerung studieren und einige Tipps beachten.

Einige Drohnen-Modelle werden per App auf dem Smartphone oder Tablet gesteuert. Üblicher und präziser ist jedoch eine separate Fernbedienung mit Steuerknüppeln. Mit einer solchen Fernbedienung ist es meist einfacher, das Fliegen zu lernen.

Den Steuerknüppeln können verschiedene Funktionen zugeordnet werden. Am beliebtesten ist der sogenannte Mode 2. Bei diesem Mode verändern Sie mit dem rechten Steuerknüppel die Höhe, wenn Sie ihn nach oben oder nach unten bewegen. Mit dem linken Steuerknüppel kontrollieren Sie die Geschwindigkeit.

Drücken Sie die Steuerknüppel dagegen nach rechts oder links, kontrollieren Sie das Querruder beziehungsweise das Seitenruder. Mit diesen beiden Rudern können Sie die Flugrichtung der Drohne steuern. Das Querruder verändern Sie beim Mode 2 mit dem rechten Knüppel, das Seitenruder mit dem linken Knüppel.

Da Multicopter jedoch in die verschiedensten Richtungen fliegen können, ist es nicht so einfach, die Steuerung zu lernen. Vor dem tatsächlichen Start können Sie am PC mit einem Flugsimulator die Steuerung üben. So riskieren Sie nicht, dass die Drohne schon beim ersten Flug eine Bruchlandung erleidet.

Haben Sie sich mit der Steuerung vertraut gemacht, sollten Sie außerdem die folgenden Tipps beachten:

  • Laden Sie die Akkus Ihrer Drohne vollständig auf. Haben Sie die Drohne eine Weile nicht mehr verwendet, empfiehlt es sich ebenfalls die Akkus erneut aufzuladen, da sich diese mit der Zeit entladen.
  • Vergessen Sie nicht, auch die Drohnen-Kamera aufzuladen und eine leere Speicherkarte einzulegen.
  • Transportieren Sie Ihre Drohne und die Fernsteuerung am besten in einem geschützten, festen Behälter. Gerade die Rotoren und andere empfindliche Teile der Drohne können leicht beim Transport beschädigt werden.
  • Führen Sie einen Nachweis über Ihre Haftpflichtversicherung mit. Diese müssen Sie bei jedem Flug vorweisen können.
  • Wählen Sie einen geeigneten Flugplatz aus. Sie dürfen nicht in der Nähe von Wohngebieten und privaten Grundstücken, Flughäfen, Menschenansammlungen und Naturschutzgebieten fliegen. Am besten eignet sich ein freies Feld oder der Modellflugplatz. Auf dem Modellflugplatz dürfen Sie sogar bis zu 100 Meter hoch fliegen. Ansonsten liegt die Grenze bei 50 Metern Höhe.
  • Gerade Anfänger sollten ihre Drohne nur bei guten Wetterverhältnissen fliegen lassen. Bei Ihrem ersten Flug sollte es am besten sonnig und windstill sein.
  • Planen Sie schon vor dem Start die Flugroute. Beachten Sie dabei, dass der Akku der meisten Drohnen nur maximal 30 Minuten ausreicht.
  • Wählen Sie einen geeigneten Start- und Landeplatz. Dieser sollte ebenerdig und trocken sein. Es gibt sogar spezielle Drohnen-Landeplätze, die mit Heringen am Boden befestigt werden können. Sie heben sich farblich von der Umgebung ab und erleichtern somit die präzise Landung.

Kann man eine Drohne zum Fliegen leihen?

Möchten Sie eine Drohne nur zur Probe fliegen, lohnt es sich, eine zu mieten. Anstelle der hohen Anschaffungskosten von 1000 Euro oder mehr bezahlen Sie einen Festbetrag pro Tag oder pro Monat. Das lohnt sich auch bei besonderen Events wie einer Hochzeit.

Mit der geliehenen Drohne können Sie auf einer Hochzeit oder im Urlaub tolle Videoaufnahmen machen, ohne die hohen Anschaffungskosten in Kauf zu nehmen. Sind Sie noch unsicher, ob der Modellflug etwas für Sie ist, können Sie die Drohne für eine kurze Zeit ausleihen und testen.

Dabei können Sie lernen, die Drohne zu steuern und sind beim eventuellen Kauf Ihrer eigenen Drohne bestens vorbereitet. Es gibt professionelle Anbieter für den Drohnenverleih im Internet. Günstiger ist das Ausleihen über Privatanbieter bei Ebay.

Aber Achtung: Auch wenn Sie die Drohne lediglich gemietet haben, müssen Sie alle Drohnen-Gesetze kennen und einhalten. Als Drohnen-Pilot müssen Sie über eine entsprechende Haftpflichtversicherung verfügen, selbst wenn Sie nur ein einziges Mal die geliehene Drohne fliegen lassen.

Drohnen werden immer beliebter - hier finden Sie alle Infos zu den Flugobjekten.

Hier geht es zur Infostrecke: Checkliste – das müssen Sie vor Ihrem ersten Drohnen-Flug beachten

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