Tumor im Brustbereich entdeckt: Dominik starb nicht an inneren Blutungen

Tumor im Brustbereich entdeckt: Dominik starb nicht an inneren Blutungen

Koblenz (rpo). Die Todesursache des nach einer Therapie bei dem umstrittenen Krebsarzt Dr. Matthias Rath verstorbenen Dominik ist weiter unklar. Entgegen den Aussagen von Rath ist er jedenfalls nicht an inneren Blutungen gestorben.

Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Freitag berichtete, fanden Rechtsmediziner bei der Obduktion des Kindes einen Tumor, der die Organe im Brustbereich beeinträchtigte.

Blutungen im Brustraum seien dagegen nicht nachgewiesen worden. Rath hatte behauptet, der auch von ihm behandelte Junge sei an einem inneren Bluterguss infolge einer schulmedizinischen Behandlung gestorben.

Nach den Worten des Leitenden Oberstaatsanwalts Erich Jung wird die endgültige Klärung von Dominiks Todesursache noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Noch stehe das Ergebnis einer feingeweblichen Untersuchung aus.

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Die Staatsanwaltschaft Koblenz hatte ein Todesermittlungsverfahren angeordnet, nachdem der Junge am 1. November in einer mexikanischen Klinik starb. Die Anklagebehörde hatte den Leichnam des Kindes nach dem Rücktransport nach Deutschland beschlagnahmen lassen.

Rath hatte seiner Internetseite behauptet, der Junge sei an einem Bluterguss gestorben, der durch eine Serie von ärztlichen Kunstfehlern ausgelöst worden sei und habe Herz und Lunge stark beeinträchtigt. Eine Metastase im Lungenbereich schloss der Mediziner aus.

Rath hatte Dominiks Eltern veranlasst, eine Chemotherapie bei dem Neunjährigen abzubrechen und ihn stattdessen der von ihm entwickelten Zell-Vitalstofftherapie zu unterziehen.

(ap)
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