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Großbrand in Dormagen: "Die Behörden ermitteln auf Hochtouren"

Großbrand in Dormagen : "Die Behörden ermitteln auf Hochtouren"

Köln (RPO). Der Großbrand in einem Chemiewerk in Dormagen bei Köln hält die Behörden weiter in Atem. Einen Tag nach der Katastrophe wird nach der Ursache für den verheerenden Brand gesucht. "Die Behörden ermitteln noch auf Hochtouren", sagte Patrick Giefers, Sprecher des Chemieunternehmens Ineos. In einer Ethylen-Leitung war eine undichte Stelle entdeckt worden.

Unterdessen wurden am Dienstag im Kölner Stadtteil Worringen leicht erhöhte Werte des hochgiftigen Stoffes Acrylnitril gemessen. Anwohner sollten vorsichtshalber die Fenster geschlossen halten und den Aufenthalt im Freien auf das Nötigste zu beschränken, sagte eine Sprecherin der Stadt am Dienstagvormittag. "Es besteht aber kein Grund zur Sorge, die Feuerwehr will einfach auf Nummer sicher gehen", betonte sie.

In dem Chemiewerk Ineos war am Montagnachmittag ein 3000 Kubikmeter Tank mit Acrylnitril explodiert, nachdem aus einer geplatzten Leitung das hochentzündliche Gas Ethylen ausgetreten war. Rund 1200 Einsatzkräfte waren bis in die frühen Morgenstunden damit beschäftigt, die zum Teil 15 Meter hohen Flammen unter Kontrolle zu bekommen.

Erst mit einem Schaumteppich gelang es den Einsatzkräften, den Brand zu ersticken. Während des Brandes war eine riesige Rauchwolke vom Chemiepark Dormagen aus über Köln hinweggezogen. Mit einer riesigen Plane, die über den Acrylnitril-Tanker geworfen werden soll, will Ineos nun verhindern, dass der giftige Rauch weiterhin in die Luft gelangt.

Drei Kölner, die wegen gereizter Atemwege und Haut Ärzte aufgesucht hatten, konnten laut Unternehmen wieder nach Hause. Auch die benachbarte Bahnstrecke und die Autobahn 57, die zunächst gesperrt worden waren, wurden am Morgen wieder freigegeben.

(ap)