DHL-Erpressung in Potsdam: 53 Hinweise auf Erpresser eingegangen

Paketbombe in Potsdam: 53 Hinweise auf DHL-Erpresser eingegangen

Nach der Erpressung des Paketdienstleisters DHL hat die Polizei zwar zahlreiche Hinweise erhalten, aber noch keine heiße Spur. In Köln musste sie einen Karton untersuchen - der Inhalt stellte sich als ungefährlich heraus.

Die Kölner Polizei wurde am Montag wegen eines verdächtigen Kartons alarmiert, wie ein Sprecher unserer Redaktion sagte. Einsatzkräfte des Landeskriminalamts hätten den Karton sicherheitshalber mit einem mobilen Röntgengerät durchleuchtet. Der Inhalt habe sich als ungefährlich herausgestellt. Es habe sich aber nicht um ein klassisches Postpaket gehandelt, sondern um einen Karton, der offenbar schon längere Zeit in dem Gebäude gestanden habe. Weitere Anrufe gingen bei der Polizei in Köln nicht ein, auch nicht in Düsseldorf. Auch Mitarbeiter von Paketshops in der NRW-Landeshauptstadt berichteten, dass die Kunden gelassen auf die Erpressung der Post-Tochter DHL reagieren.

Am Freitag hatte eine Paketbombe am Potsdamer Weihnachtsmarkt einen Großalarm ausgelöst. Eine andere Paketbombe war schon einen Monat zuvor in Flammen aufgegangen. Der oder die Erpresser fordern von der DHL einen Millionenbetrag und drohen mit weiteren Paketbomben.

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Die Polizei hat die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten. Bis zum Dienstagmorgen sind aus der Bevölkerung 53 Hinweise eingegangen, sagte Mario Heinemann, Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg. Nähere Angaben machte er dazu nicht. Zudem hätten rund zehnmal Bürger die Polizei alarmiert, weil sie verdächtige Pakete erhalten hatten. In allen Fällen seien Inhalt und Herkunft aber ohne Einsatz von Spezialkräften geklärt worden. Die Bürger reagierten insgesamt sehr besonnen, sagte Heinemann.

(wer)