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Deutschland: Knapp ein Prozent der Bevölkerung sind Flüchtlinge

Asyl in Deutschland : Knapp ein Prozent der Bevölkerung sind Flüchtlinge

Die Zahl der in Deutschland lebenden Flüchtlinge ist 2014 um 130.000 auf etwa 629.000 Menschen angestiegen. Von ihnen waren 338.000 anerkannte Flüchtlinge, die entweder politisches Asyl oder einen anderen Schutz bekommen haben, das sind 44.000 mehr als im Vorjahr.

Dies teilte die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion mit, die dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vorliegt. Hinzu kommen demnach 291.000 Asylsuchende und Geduldete, 86.000 mehr als im Vorjahr.

Alles in allem seien das "nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung und weitaus weniger als zum Beispiel vor 17 Jahren, als es noch über eine Million Menschen waren", sagte die Innen-Expertin der Linksfraktion, Ulla Jelpke. Von einer Überlastung der Bundesrepublik durch Flüchtlinge könne keine Rede sein.

Die Zahl derjenigen, die ausreisepflichtig sind, aber nicht abgeschoben werden können, liegt laut dem Bericht bei 113.000 (2013: 94.500). Sie betrifft vor allem Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, dem Irak oder Russland. Dass ihre Zahl so hoch sei, kritisierte Jelpke als "erschreckend". Es zeige das "Versagen" der bisherigen Bleiberechtsregelungen. Ein "bürokratisches Klein-Klein" sei angesichts solcher Aufenthaltsdauern "unerträglich", so die Politikerin.

Ebenfalls abgefragt hat die Linksfraktion die Zahl von Nicht-EU-Ausländern, die im vergangenen Jahr von der Bundesagentur für Arbeit eine Arbeitserlaubnis bekommen haben. Das waren insgesamt knapp 68.000. Die meisten Genehmigungen gingen demnach an Inder (12.700), Chinesen (6280) und US-Amerikaner (4942).

(KNA)