1. Panorama
  2. Deutschland

Deutsches Rotes Kreuz: Bereitschaft zum Blutspenden wieder rückläufig

Nach Corona-Solidariät : Bereitschaft zum Blutspenden wieder rückläufig

Nach einer der Welle der Solidarität in der Corona-Krise ist die Zahl der Blutspenden nach Angaben des Roten Kreuzes nun wieder deutschlandweit zurückgegangen. Dennoch setzt der Blutspendedienst auf Freiwilligkeit.

„In manchen Regionen ist die Spende-Bereitschaft stark rückläufig“, sagte Patric Nohe, Sprecher der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das DRK deckt über zwei Drittel des Bedarfs an Blutkonserven in Deutschland. Die Spender bekommen dort - anders als zum Beispiel bei privaten Anbietern oder in Kliniken - keine Aufwandsentschädigung.

Das DRK wolle auch künftig auf Freiwilligkeit setzen, so Nohe. Georg Marckmann, Professor für Medizinethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, fragt sich, ob diese Strategie auf Dauer aufgeht. „Es wäre durchaus angemessen, die wertvolle Ressource Blut mit einer Aufwandsentschädigung zu vergüten.“

(anst/dpa)