Deutlicher Abbau von Polizeistellen an Bahnhöfen

Sicherheit: Deutlicher Abbau von Polizeistellen an Bahnhöfen

Die Polizeipräsenz an den deutschen Bahnhöfen ist in den vergangenen fünf Jahren ständig gesunken. Allen Ankündigungen von Einstellungen zum Trotz sank die Zahl der Dienststellen mit bahnpolizeilichen Bezügen von 12.592 im Jahr 2012 auf 11.740 Ende vergangenen Jahres.

Das ist ein Minus von 852 Stellen oder 6,7 Prozent. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Parallel sank der gesamte Umfang der Bundespolizei von 30.613 auf 30.000 Stellen im Jahr 2016 und lag Ende des Jahres wieder bei 30.339.

"Der Abbau der Polizeistellen an Bahnhöfen ist unverantwortlich", sagte der Grünen-Verkehrsexperte Matthias Gastel. Die Sicherheit von Bahnreisenden dürfe nicht unter die Räder geraten. "Wer die Bahn als Verkehrsmittel stärken will, muss für ein gutes Sicherheitsgefühl der Reisenden sorgen", unterstrich Gastel.

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Zuvor hatte die Gewerkschaft der Polizei auf Sicherheitslücken hingewiesen. Wegen fehlender Besetzung von Wachen an Bahnhöfen könne es vorkommen, dass Bürger 30 bis 40 Minuten auf die Polizei warten müssten.

(may-)