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Coronavirus: Zwei weitere Fälle bei Webasto - Nun sieben Erkrankte

Mitarbeiter positiv getestet : Zwei weitere Coronavirus-Fälle beim Autozulieferer Webasto

Bei Webasto sind zwei weitere Mitarbeiter an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Damit steigt die Zahl der Betroffenen bei dem Autozulieferer mit Sitz in Bayern auf sieben.

Die neuen Fälle hätten in der vergangenen Woche engen Kontakt zu den bereits infizierten Kollegen gehabt, teilte das Unternehmen am späten Freitagabend mit. Insgesamt seien nun 130 Mitarbeiter getestet worden, 122 seien nicht infiziert, einige Tests stünden noch aus. "Die zwei jetzt positiv Getesteten befinden sich in stationärer Behandlung in Kliniken im Landkreis Traunstein beziehungsweise Shanghai", erklärte Vorstandsvorsitzender Holger Engelmann.

Das Unternehmen berichtete von abweisenden Reaktionen gegenüber Angestellten und ihren Angehörigen seit dem Bekanntwerden der Erkrankungen. "Uns erreichen vermehrt Meldungen von Mitarbeitern, dass sie und ihre Familien von Institutionen, Firmen oder Geschäften abgewiesen werden, wenn bekannt wird, dass sie bei Webasto arbeiten", schrieb Engelmann. Zwar sei verständlich, dass die aktuelle Situation Menschen verunsichere und auch ängstige. "Aber es kann nicht sein, dass für Personen, die nicht zur Risikogruppe zählen, kein normaler Alltag mehr möglich ist. Das ist eine enorme Belastung für die Familien unserer Mitarbeiter."

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Die Zentrale von Webasto in Stockdorf bleibt den Angaben zufolge bis einschließlich Montag geschlossen. Das Unternehmen stellt sich aktuell darauf ein, dass die Mitarbeiter am Dienstag wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren können. Dies sei nach Angaben der Behörden unbedenklich.

(ala/Reuters)