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Coronavirus-Trickbetrug: Unbekannte scheitern in Brandenburg

Sechsstellige Beträge gefordert : Unbekannte scheitern in Brandenburg mit Coronavirus-Trickbetrug

In Brandenburg sind Unbekannte mit einem Coronavirus-Trickbetrug an Senioren gescheitert. Ein Unbekannter forderte von zwei Seniorinnen 100.000 Euro, am Freitag konnte ein 85-Jähriger kurz vor der Übergabe von 22.000 Euro an die Betrüger aufgehalten werden.

Ein Telefonanrufer gab sich gegenüber zwei Frauen aus dem Landkreis Oberhavel als Enkel aus, der für die Behandlung seiner Coronavirus-Erkrankung 100.000 Euro benötige, wie die Polizei in Neuruppin am Freitag mitteilte. Ein 85-Jähriger konnte im Mühlenbecker Land von der Polizei kurz vor der Übergabe von 22.000 Euro an die Betrüger aufgehalten werden.

Am Donnerstagnachmittag erhielten die 82 und 67 Jahre alten Seniorinnen einen Anruf von ihrem vermeintlichen Enkel. In beiden Fällen forderte der Unbekannte 100.000 Euro. Beide gingen nicht auf die Forderung ein und legten auf.

Später am Nachmittag informierte die Schwiegertochter des 85-Jährigen die Beamten. Der Mann wurde von seinem angeblichen Sohn angerufen, der sich wegen einer Infektion mit dem Coronavirus in Behandlung befinde. Später rief ein anderer Mann an, der sich als Oberarzt eines Krankenhauses ausgab. Er gab vor, 22.000 Euro für die Behandlung des vermeintlichen Sohns zu benötigen.

Der 85-Jährige fuhr daraufhin zu seiner Bank und hob das Geld ab. Die Polizei konnte ihn aber rechtzeitig vor der Geldübergabe antreffen und von der Zahlung abhalten. Er zahlte das Geld daraufhin wieder bei der Bank ein und erstattete Anzeige.

(ala/AFP)