1. Panorama
  2. Deutschland

Corona-Regeln NRW: Gottesdienste mit Präsenz bleiben weiter möglich

Kirche in Lockdownzeiten : Präsenzgottesdienste mit neuen Auflagen weiter möglich

Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßte die jüngste Entscheidung der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin. Hygiene- und Sicherheitskonzepte sollen natürlich eingehalten werden, hieß es. Allerdings besteht für alle Gottesdienste eine Anzeige-, keine Genehmigungspflicht.

(kna) Nach den neuen Beschlüssen zur Coronakrise von Bund und Ländern müssen sich auch die Religionsgemeinschaften auf Verschärfungen bei Zusammenkünften einstellen. So müssen neben den bisherigen Hygiene-Auflagen bei Gottesdiensten OP- oder FFP2-Masken getragen werden. Religiöse Zusammenkünfte mit mehr als zehn Teilnehmern sind demnach spätestens zwei Werktage zuvor beim Ordnungsamt anzuzeigen, sofern keine generellen Absprachen mit den zuständigen Behörden getroffen wurden, heißt es in den Beschlüssen.

Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßte am Mittwoch, dass Präsenzgottesdienste auch nach den neuesten Beschlüssen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin stattfinden können. „Für uns ist selbstverständlich, dass bewährte Hygiene- und Sicherheitskonzepte eingehalten werden, natürlich mit Vorsicht und Verantwortung“, sagte Pressesprecher Matthias Kopp. Das Bundesinnenministerium stellte auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (kna) klar, dass es sich bei der Meldung der Gottesdienste um eine Anzeige- und nicht um eine Genehmigungspflicht handele. Zuständig seien jeweils die Behörden vor Ort, so Pressesprecher Steve Alter.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Dienstagabend erklärt, dass in seinem Bundesland entsprechende Absprachen mit der evangelischen und katholischen Kirche, mit jüdischen Gemeinden und muslimischen Verbänden vorlägen. Für sie gälten daher die Regeln wie bisher. „Aber wir haben immer wieder einzelne, freikirchliche Gemeinden, die sich an keine Regeln halten – und das wird nicht länger geduldet“, sagte Laschet.

In den vergangenen Wochen hatte die Polizei Zusammenkünfte von freikirchlichen Gemeinden etwa in Essen und im westfälischen Herford aufgelöst, da die Teilnehmenden weder Masken trugen noch Abstand einhielten. Allerdings fiel auch eine Gebetsstunde unter Leitung eines katholischen Kaplans im emsländischen Papenburg auf. Die 15 Teilnehmer hätten „eng an eng und ohne Mund-Nasenbedeckung" beieinander gesessen, hieß es im Polizeibericht. Die Beamten beendeten das Treffen.“