Circus Roncalli: Ab 2018 keine Tiere mehr im Programm

Keine artgerechte Haltung : Circus Roncalli nimmt ab 2018 alle Tiere aus dem Programm

Der Circus Roncalli feiert derzeit sein 40. Jubiläum. Seit Mitte der 90er-Jahre hat das Unternehmen bereits keine Wildtiere mehr im Programm – ab 2018 will es sich auch von seinen Pferden und Ponys trennen.

Der Circus Roncalli feiert derzeit sein 40. Jubiläum. Seit Mitte der 90er-Jahre hat das Unternehmen bereits keine Wildtiere mehr im Programm — ab 2018 will es sich auch von seinen Pferden und Ponys trennen.

"Wir haben uns zum Wohle der Tiere gegen die Tiere entschieden", sagte Markus Strobl, Mediendirektor des Circus Roncalli, unserer Redaktion. Es sei auch eine logistische Entscheidung — der Zirkus spiele gerne in Stadtzentren, beispielsweise auf Rathausplätzen.

Dort gebe es aber in unmittelbarer Nähe nicht viele Möglichkeiten, Tiere artgerecht unterzubringen. Geeignete Weiden für die Pferde seien oftmals nur außerhalb der Städte zu finden.

"Der Schwerpunkt des Circus Roncalli liegt ohnehin auf poetischen und akrobatischen Nummern", so Strobl. Die meisten Nummern werden von den Artisten und Clowns vorgeführt — es sei daher lediglich eine Nummer mit Pferden und Ponys, die ab 2018 wegfalle.

Es bleiben Akrobatik-Nummern an Trapez und Seil, Jonglage, Schleuderbrett und die Künstler der "Roncalli's Clown Company", die das Publikum mit Illusionen, Seifenblasen, Rhythmen und komischen Situationen zum Staunen und Lachen bringen.

Der Circus Roncalli wurde 1976 in Wien von Direktor Bernhard Paul gegründet und feierte im selben Jahr in Bonn seine Premiere. Unter dem Motto "40 Jahre Reise zum Regenbogen" feiert das Unternehmen seit Mitte 2016 sein Jubiläum.

(isw)