Capital Bra offenbar von kriminellen Clans erpresst Staatsanwaltschaft ermittelt

„Lasse mich nicht unterkriegen“ : Kriminelle Clans erpressen offenbar deutschen Rapper Capital Bra

Vor seinem 25. Geburtstag an diesem Samstag steckt Capital Bra, einer der bekanntesten deutschen Rapper, in Schwierigkeiten - er wird bedroht.

„Es ist unglaublich, wie viele Leute gerade versuchen, mich zu ficken. Die versuchen wirklich alles, um mich fallen zu sehen“, sagte Capital Bra in einem Instagram-Video vom Donnerstagabend. Zuvor hatte die Berliner Staatsanwaltschaft mitgeteilt, es laufe ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter räuberischer Erpressung. Dahinter sollen nach dpa-Informationen und einem Bericht der „Bild“-Zeitung Kriminelle aus dem Banden- und Clanmilieu stecken.

In dem Instagram-Video sagte Capital Bra über seine Gegner weiter: „Die wollen, dass ich mit Musik aufhöre, die platzen auf mich, weil ich einfach Millionen verdiene und sie davon nichts abhaben.“ Gleichzeitig versicherte er seinen Fans: „Ich danke euch von ganzem Herzen, ich lasse mich nicht unterkriegen, von keinem.“

In dem „Bild“-Bericht hieß es, Erpresser würden Geld von dem Rapper verlangen, weil sie ihm geholfen hätten, nachdem er sich von einer früheren Musikfirma trennte. Verhandlungen dazu seien gescheitert, Capital Bra sei daraufhin zur Polizei gegangen.

Die Staatsanwaltschaft hatte offiziell mitgeteilt: „Es wird bei der Staatsanwaltschaft Berlin ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter räuberischer Erpressung zum Nachteil des Rappers "Capital Bra" geführt.“ Sein Management antwortete auf Anfragen nicht. Unbekannt ist auch, ob Capital Bra inzwischen unter Polizeischutz steht. „Dazu äußern wir uns grundsätzlich nicht“, sagte eine Sprecherin.

Capital Bra wurde unter einem bürgerlichen Namen am 23. November 1994 in Sibirien in Russland geboren. Später zog die Familie nach Berlin-Hohenschönhausen, wo er einen Teil seiner Kindheit und Jugend verbrachte.

Auch Bushido, ein anderer bekannter Rapper, hatte in den vergangenen Jahren Probleme mit seinen Beziehungen zum Clanmilieu. Dem Magazin „Stern“ hatten Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi im September 2018 gesagt, sie sie fühlten sich bedroht. „Natürlich haben wir Angst, dass jemand aus Rache auf mich oder meinen Mann schießt. Eigentlich rechnen wir jeden Tag damit.“ Ein früherer Geschäftspartner Bushidos war später verhaftet worden wegen des Vorwurfs der Anstiftung zur Entführung von Familienangehörigen Bushidos.

(zim/dpa)