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Mehr als 40 Verletzte auf der A3: Bus raste Böschung herunter

Mehr als 40 Verletzte auf der A3 : Bus raste Böschung herunter

Würzburg (RPO). Mehr als 40 Winterurlauber aus Belgien sind bei einem Busunfall auf der A3 in Unterfranken verletzt worden. Am frühen Sonntagmorgen fuhr ihr Bus zwischen Würzburg und Aschaffenburg eine Böschung hinab und kippte um. Zwei Urlauber schweben in Lebensgefahr.

Der Heimweg aus dem Skiurlaub endete in einer Katastrophe: Bei einem Busunfall auf der A3 in Nordbayern sind am frühen Sonntagmorgen bei Würzburg mehr als 40 belgische Winterurlauber teils lebensgefährlich verletzt worden. Sieben Unfallopfer mussten mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden, zwei von ihnen schwebten zunächst in Lebensgefahr. Das Unglück ereignete sich laut Polizei kurz vor 04.00 Uhr morgens in der Nähe der Abfahrt Marktheidenfeld. Der Fahrer war laut ersten Erkenntnissen eingeschlafen.

Der Bus war mit 42 Reisenden und zwei Busfahrern im Alter zwischen 21 und 77 Jahren besetzt. Die Touristen befanden sich auf dem Heimweg vom Skifahren in Südtirol, sie waren nach Aussage einer der beiden Fahrer bereits seit rund neun Stunden unterwegs. Plötzlich kam ihr Bus nach rechts von der Fahrbahn ab, walzte auf einer Länge von etwa 100 Metern die Leitplanken nieder, schrammte eine 10 bis 15 Meter tiefe Böschung hinunter und kippte dort um. Alle Reisenden wurden dabei verletzt, wie Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt sagte. Die leichter Verletzten zogen sich Prellungen zu oder erlitten einen Schock. Die Reisefirma ist in der Nähe von Antwerpen beheimatet.

Die Bergung des Busses dauerte Stunden und war erst gegen 11.00 Uhr am Vormittag abgeschlossen. "In dem Bus waren mehrere Reisende eingeklemmt, so dass die Feuerwehr sie erst befreien musste, bevor der Bus die Böschung hinaufgezogen werden konnte", sagte Schmitt. Die Befreiung der eingeklemmten Unfallopfer gestaltete sich wegen des unwegsamen Geländes und strömenden Regens äußerst schwierig. Wegen des Regens wurden mehrere Verletzte zunächst auf einem Lkw-Anhänger von Notärzten versorgt, bevor sie ins Krankenhaus gebracht werden konnten. Teils wurden sie in einer nahe liegenden Turnhalle und später in einem Hotel psychologisch betreut.

Für die komplizierte Bergung wurde die normalerweise stark befahrene Autobahn am Morgen in Richtung Frankfurt am Main voll gesperrt. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Allein das Rote Kreuz war mit 180 Helfern und mehr als 30 Rettungswagen vor Ort, dazu kamen 70 Feuerwehrmänner, 40 Angehörige des Technischen Hilfswerkes und etwa 20 Polizisten. Ein Schwerverletzter wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen.

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Das Wetter spielte nach ersten Erkenntnissen keine Rolle bei dem Unfall. „Es sieht so aus, als sei der Fahrer in einen Sekundenschlaf gefallen“, sagte Schmidt. Deshalb habe er wohl die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten aber an.

(ap)