berlin: Warum ein "Waffenthron" vor dem Brandenburger Tor steht

Kampagne in Berlin : Warum ein "Waffenthron" vor dem Brandenburger Tor steht

Eiserner Thron in Berlin als Protest gegen Waffenhandel

Das Möbelstück hat große Ähnlichkeit mit einem Symbol aus einer sehr erfolgreichen TV-Serie. Entworfen wurde es von Studenten. Und es hat eine politische Botschaft.

Eine Kampagne gegen Waffenexporte hat am Samstag in Berlin gegen Ausfuhren vor allem in den Jemen demonstriert. "Die Kampagne 'Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!' fordert die Bundesregierung auf, ausnahmslos alle Rüstungsexporte an die Kriegskoalition im Jemen zu stoppen und sich auf europäischer Ebene für ein gleichlautendes Waffenembargo einzusetzen", erklärte die Kampagnen-Sprecherin und pax christi-Generalsekretärin Christine Hoffmann.

"Aktuell wird der Jemen auch mit deutschen und europäischen Waffen in die größte humanitäre Katastrophe der Gegenwart gebombt. Deutsche Rüstungsunternehmen liefern mit Genehmigung der Bundesregierung an Saudi-Arabien, das die Kriegskoalition anführt, und an die weiteren kriegsbeteiligten Länder", so die Initiative. Damit trage Deutschland eine Mitverantwortung.

Um ihre Forderungen zu untermauern, stellte die Kampagne nach eigenen Angaben eine Skulptur vor das Brandenburger Tor: einen "Waffenthron". Dieser bestehe aus Nachbildungen von Kleinwaffen. Die Skulptur hätten Studenten der Hochschule
für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim entwickelt.

(felt/kna)
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