Berlin-Schönefeld SXF: Flugbetrieb nach Bombenfund wieder aufgenommen

Bauarbeiter entdecken Weltkriegsbombe : Flughafen Berlin-Schönefeld nimmt Flugbetrieb nach Bombenfund vorerst wieder auf

Ausgerechnet am Freitagmittag geht nichts mehr am Berliner Flughafen Schönefeld: Alle Flugzeuge bleiben am Boden. Der Grund sind Kampfhandlungen vor mehr als 70 Jahren.

Wegen einer Weltkriegsbombe hat der Berliner Flughafen Schönefeld seinen Flugbetrieb am Freitagmittag für eine gute Stunde unterbrochen. Kampfmittelexperten zogen sich nach Polizeiangaben einen Sicherheitsradius um die Fundstelle. „Der Flugbetrieb kann sicher stattfinden und ist vorerst wieder aufgenommen“, teilte das Unternehmen mit. Entschärft werden soll die Bombe in der Nacht zum Samstag.

Während der Unterbrechung wurden nach Flughafen-Angaben sechs ankommende Maschinen zum Flughafen Tegel umgeleitet. Sechs Starts verzögerten sich demnach um bis zu eine Stunde.

Die Bombe war nach Angaben eines Sprechers bei Bauarbeiten an einem Rollweg entdeckt worden. Am Taxiway G werden Flächen asphaltiert. Der Rollweg verläuft zwischen dem Vorfeld der Schönefelder Terminals und der Start- und Landebahn parallel zur Piste. Die Bombe wurde laut Flughafen um 12.20 Uhr entdeckt.

Der Zentraldienst der Brandenburger Polizei machte zunächst keine näheren Angaben. Zu der Behörde in Wünsdorf gehört der Kampfmittelbeseitigungsdienst. Brandenburg hat ihm zufolge die am stärksten mit Weltkriegsmunition belasteten Gebiete Deutschlands. Rund 350 000 Hektar Landesfläche gelten als belastet.

(cka/AFP)
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