Unwetter im sächsischen Vogtland: „Bei uns ist buchstäblich Land unter“

Unwetter im sächsischen Vogtland : „Bei uns ist buchstäblich Land unter“

Die Menschen im sächsischen Vogtland haben am Freitagmorgen mit vollgelaufenen Kellern und Verkehrsbehinderungen zu kämpfen. Die Region war am Donnerstag von einem schweren Gewitter überrascht worden.

In und um die Gemeinden Adorf, Bad Elster und Oelsnitz wurde die Feuerwehr seit Donnerstagnachmittag zu rund 250 Einsätzen gerufen, wie ein Sprecher der Leitstelle Zwickau am Freitagmorgen sagte. Alle Feuerwehren und das Technische Hilfswerk waren am Freitagmorgen nach wie vor im Einsatz. „Das wird noch bis in den Vormittag so weitergehen“, sagte der Sprecher. „Es regnet zwar nicht mehr, aber die Keller sind vollgelaufen.“

Ein heftiges Unwetter hatte am Donnerstag das Vogtland im Bereich des Elstertales erschüttert. Schlamm und Geröll waren von angrenzenden Feldern auf zahlreiche Fahrbahnen gespült worden. „Bei uns ist buchstäblich Land unter. Und der Regen hält weiter an“, hieß es am Abend beim Lagezentrum der Polizei in Zwickau. Besonders betroffen sei der Bereich der Weißen Elster mit ihren Zuflüssen, südlich und südwestlich von Oelsnitz.

Nach vorläufigen Informationen der Polizei wurde eine Person verletzt. In Oberhermsgrün bei Oelsnitz erlitt demnach ein Mann einen Stromschlag, als in seiner Nähe ein Blitz einschlug. Lebensgefahr bestand nicht.

Am Morgen war der Verkehr der Vogtlandbahn zwischen Bad Brambach und Weischlitz vollständig eingestellt. Zusätzlich waren mehrere Kommunalstraßen und zwei Bundesstraßen gesperrt.

(das/dpa)
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