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Nordsee: Bananenfrachter verliert Container und Öl

Nordsee : Bananenfrachter verliert Container und Öl

Cuxhaven (RPO). Ein Bananenfrachter hat in der Nordsee zehn Container und Öl verloren. Wie viel Schweröl beim dem Unfall ins Meer geflossen sei, werde noch untersucht, sagte eine Sprecherin des Havariekommandos Cuxhaven.

Am Mittwochabend wurden auf vier ostfriesischen Inseln Ölverschmutzungen entdeckt. Ob ein Zusammenhang mit dem Unfall des Frachters besteht, war aber zunächst unklar.

Das Öl sei zeitweise aus einem fußballgroßen Loch ausgetreten, teilte das Havariekommando mit. Ein Flugzeug habe die Route des Schiffs überflogen und keine Gewässerverschmutzung festgestellt. Der 180 Meter lange Frachter liegt in Cuxhaven vor Anker.

Von den Verschmutzungen betroffen sind Strände auf Juist, Norderney, Baltrum und Langeoog. Auf Norderney wurden einzelne verölte Vögel gefunden. Die Reinigungsarbeiten sollen am Donnerstag beginnen. Behördensprecherin Ulrike Windhövel sagte, wegen der Dunkelheit sei das Ausmaß der Verschmutzung noch unklar. Es seien Ölschlieren auf dem Wasser und Bröckchen gefunden worden.

Die unter der Flagge der Bahamas fahrende "Duncan Island" war auf dem Weg von Antwerpen nach Hamburg. Das Leck im Tank entstand, als die zehn Container vor der niederländischen Insel Terschelling von Bord gingen.

Auf der Insel wurden am Mittwoch tausende Bananen angeschwemmt. "Ich glaube, jeder auf der Insel hat jetzt ein Gebinde", sagte Gossen Buren, der beim örtlichen Leuchtturm arbeitet. Ein rund ein Kilometer langer Strandabschnitt sei mit unreifen Südfrüchten aus Kuba bedeckt und auch auf der Nachbarinsel Ameland seien welche aufgetaucht.

Terschelling kam nicht zum ersten Mal in den Genuss solcher "Lieferungen": Vor einem Jahr wurden tausende Tennis-Schuhe, Aktentaschen aus Aluminium und Kinderspielzeug angeschwemmt. Vor etwa 20 Jahren landete eine Ladung Pullover auf der Insel.

(ap)