"Badewelt" in Sinsheim: Einigung bei Prozess um Sex in Umkleidekabine

"Badewelt" in Sinsheim: Einigung bei Prozess um Sex in Umkleidekabine

Dieser kuriose Sex-Prozess hat ein schnelles Ende gefunden: Die "Badewelt" in Sinsheim (Baden-Württemberg) hat sich vor Gericht mit einem Paar geeinigt, das sich in einer Umkleidekabine intensiv vergnügt haben soll.

Die Parteien hätten sich auf ein fünfjähriges Hausverbot für die beiden und Stillschweigen über das Geschehen in der Kabine geeinigt, sagte ein Sprecher der Wund-Unternehmensgruppe, zu dem die "Badewelt" gehört, am Montagnachmittag. Das Amtsgericht Sinsheim war für eine Mitteilung nicht mehr erreichbar (Az.: 1C60/18).

Demnach hatte das Bad zunächst nur ein einjähriges Hausverbot verhängt - der Richter habe die "Badewelt" dann ermuntert, das auszuweiten. Mehrere Medien, darunter die "Rhein-Neckar-Zeitung", hatten zuvor über den Fall berichtet.

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Das Bad hatte dem Paar vorgeworfen, im Dezember in einer Kabine Sex gehabt zu haben. Die beiden hatten das stets bestritten. Die Anwaltskosten trägt nun jede Partei selbst, die Gerichtskosten werden geteilt. Laut Amtsgericht will das Bad gegen weitere Paare vorgehen, die in Umkleidekabinen Sex gehabt haben sollen. Neben dem Geschlechtsakt an sich geht es demnach in einigen Fällen auch um Vorwürfe, nach denen Dritte belästigt worden sein sollen.

Die zwischen Heilbronn und Heidelberg gelegene "Badewelt" begrüßt Besucher ihrer Internetseite mit "Willkommen im Paradies" und wirbt unter anderem mit mehr als 400 echten Südseepalmen und türkisblauen Lagunen. Das Logo der Thermen- und Badewelt erinnert an das Gemälde "Die Geburt der Venus" von Sandro Botticelli. In Euskirchen nahe Köln gibt es ebenfalls eine "Badewelt".

(felt)