Bad Wildungen: Stare fallen vom Himmel - Ursache ist noch unklar

Vogelsterben : Stare fallen vom Himmel - Ursache noch unklar

In einer hessischen Kleinstadt sind fast 50 Stare verendet auf einer Bundesstraße gefunden worden. Die Behörden stehen vor einem Rätsel: Fielen die Tiere einfach so vom Himmel, und was steckt dahinter? Eine Untersuchung der Uni Gießen soll Aufschluss geben.

Es war am Donnerstag vergangener Woche, als ein Anwohner die 46 toten Vögel vor seiner Hofeinfahrt in Bad Wildungen entdeckt hatte, wie die "Hessische Niedersächsische Allgemeine" schreibt. "Sie sind offenbar vom Himmel gefallen", zitiert die Zeitung den Mann. Im Umkreis von 50 Metern hätten die verendeten Tiere demnach auf der Straße gelegen - ohne sichtbare Verletzungen.

Seither rätseln die Behörden, was hinter dem Massensterben stecken könnte. So etwas habe es in der Region noch nicht gegeben, zitiert Radio FFH den Kreissprecher Hartmut Wecker.

Auch am Montag war die Ursache noch unklar. Wie Harmut Wecker unserer Redaktion sagte, geht das Veterinäramt des Kreises Waldeck-Frankenberg davon aus, dass die Vögel nicht aufgrund einer Krankheit gestorben sind. Das sei allerdings nur eine Vermutung, weil so viele Tiere auf einmal verendet seien.

Aber was könnte hinter dem Massensterben stecken? Ein Wetterphänomen habe zu diesem Zeitpunkt nicht vorgelegen, schreibt die "Hessische Niedersächsische Allgemeine". Ein Mitarbeiter des Nabu sowie ein Experte der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland vermuten in der Zeitung indes, dass ein Schwarm mit einem Lkw kollidiert sein könnte.

Klarheit soll deshalb das veterinärmedizinische Institut der Uni Gießen bringen, wie Wecker sagt. Drei der toten Tiere sind dorthin zur weiteren Untersuchung geschickt worden. Mit Ergebnissen wird allerdings erst am Dienstag gerechnet.

(das)
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