NSA-Spähaffäre: Autoren fordern von Merkel Aufklärung

NSA-Spähaffäre : Autoren fordern von Merkel Aufklärung

Mehr als 30 Autoren aus Deutschland haben von Kanzlerin Angela Merkel Aufklärung in der Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA gefordert.

"Wir können uns nicht wehren. Es gibt keine Klagemöglichkeiten, keine Akteneinsicht", schrieben die Kulturschaffenden in einem offenen Brief mit dem Titel "Deutschland ist ein Überwachungsstaat", der in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht werden sollte.

Zu den Unterzeichnern gehören Ulrich Beck, Juli Zeh, Ingo Schulze oder Tanja Dückers. Es wachse der Eindruck, dass das Vorgehen der amerikanischen und britischen Behörden von der Bundesregierung billigend in Kauf genommen werde, heißt es in dem Schreiben. Merkel müsse die volle Wahrheit über die Spähangriffe sagen. "Und wir wollen wissen, was die Bundesregierung dagegen zu unternehmen gedenkt."

Die Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden sorgen vor allem in Deutschland seit Wochen für Diskussionen. So soll die NSA großflächig auch in Deutschland die Daten von Bürgern ausspähen. Kanzleramtsminister Ronald Pofalla bestritt zuletzt vehement, dass die deutschen Geheimdienste rechtswidrig die USA bei Abhöraktionen unterstützen.

(REU)
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